Die Skulptur einer sitzenden Frau, der «Mutter Erde», am Wegrand, ein Bild zwischen einem Kaktus und einer Palme oder Gemüse aus Styropor auf Sockeln: Wer in diesem Monat durch das Gartencenter Hoffmann schlendert, dürfte sich über zahlreiche Kunstwerke wundern, die sich inmitten von Blumen und Pflanzen eingenistet haben.

Anlässlich seines 111-jährigen Bestehens hat das Gartencenter Hoffmann nämlich Werke von elf Künstlerinnen und Künstlern aus dem Limmattal und der Umgebung auf dem ganzen Areal verteilt. Dass die Kunstwerke nicht an einem Ort konzentriert sind, sondern in jedem Bereich des Gartencenters auftauchen, ist beabsichtigt. «Die Leute sollen die Objekte bei ihrem Rundgang selber entdecken», erklärt Stefan Strasser, Geschäftsführer der Gartencenter Hoffmann AG. «Und wenn man ein Objekt gesehen hat, bekommt man Lust, auch die anderen zu erspähen.»

So ist es auch an der Vernissage am vergangenen Samstag: Während die Gäste den Showgarten erkunden, hält sich das Team des Gartencenters dezent im Hintergrund. Einige Werke sind relativ leicht zu entdecken, wie der übergrosse Adlermensch aus Zement von Denise Nicolis oder die prominent platzierten Terrakotta-Figuren von Erika Dellsperger aus Dietikon. Andere wiederum sieht man erst auf den zweiten Blick.

Tonnenschwerer Transport

Gut sichtbar sind die Skulpturen von Beat Bösiger. Der Steinbildhauer, Maler und Autor aus Urdorf hat schon zuvor einige seiner Werke im Gartencenter ausgestellt. «Sie kommen hier im Showgarten dreimal besser zur Geltung als in meiner Galerie», meint er in seiner Ansprache zur Vernissage.

Dass er trotz hoher Transportkosten – seine Skulpturen sind aufgrund des Granits mehrere Tonnen schwer – wieder mitgemacht hat, hat auch mit den Hoffmanns selbst zu tun. «Ich kenne die Familie», sagt er, «und die Firma ist mir einfach sympathisch. Daher freue ich mich, meine Skulpturen hier ausstellen zu dürfen.»
Die Kunstausstellung im Gartencenter Hoffmann in Unterengstringen dauert noch bis Ende Juli.