Oberengstringen

Eine Ampel soll den Schulweg sicherer machen

Die Sicherheit rund um den Fussgängerstreifen bei der ehemaligen «Fregatte» sorgt in Oberengstringen seit Jahren für Diskussionen.

Die Sicherheit rund um den Fussgängerstreifen bei der ehemaligen «Fregatte» sorgt in Oberengstringen seit Jahren für Diskussionen.

Oberengstringer Eltern sammeln Unterschriften, um den Schulweg ihrer Kinder sicherer zu machen. In ihrem Fokus steht dabei der Übergang über die Zürcherstrasse.

Unterschriften für eine Ampel – die Sicherheit des Übergangs bei der ehemaligen «Fregatte» über die Zürcherstrasse hat in Oberengstringen schon verschiedentlich für Diskussionen gesorgt. Derzeit wird ein neuer Anlauf genommen, die Verbindung zwischen den Schuleinheiten Rebberg-Gubrist und Goldschmied-Sunnerai-Halde für die Schüler sicherer zu gestalten. Auf Veranlassung der Elternmitwirkung in der Schuleinheit Rebberg-Gubrist wurden in beiden Schuleinheiten Unterschriften gesammelt mit dem Ziel, dass der Fussgängerstreifen mit einer Ampel ausgerüstet wird.

Lotsendienst steht zur Debatte

«Derzeit sind es 266 Unterschriften. Wir werden sie zusammen mit einem Brief dem Gemeinderat übergeben, damit er sich bei künftigen Gesprächen mit der Kantonspolizei und dem Kanton für unser Anliegen starkmacht», sagt Esther Solimine, Schulleiterin der Schuleinheit Rebberg-Gubrist. Für die Eltern sei eine Ampel die optimale Lösung, um diese stark frequentierte Verbindung zwischen den Schuleinheiten sicherer zu machen. Man habe auch darüber diskutiert, einen Lotsendienst einzurichten, die Idee aber vorläufig verworfen. Der Grund: Die Person müsste ganz unregelmässig zur Verfügung stehen.

Durch die Unterschriftensammlung nimmt die Geschichte, die ursprünglich mit der Diskussion um einen neuen Standort für den Hort angestossen wurde, eine neue Wendung. «Angefangen hat es damit, dass Eltern beim Gemeinderat vorstellig wurden, mit der Bitte, einen zweiten Hort nördlich der Zürcherstrasse einzurichten», sagt Gemeindepräsident André Bender der damals noch als Schulpräsident amtete. Die Eltern hätten es als zu gefährlich erachtet, ihre Kinder in den Hort unterhalb der Schuleinheit Goldschmied-Sunnerai-Halde zu schicken, weil sie die Zürcherstrasse hätten überqueren müssen. Für die Gemeinde wäre die Einrichtung eines zweiten Hortes aber nur infrage gekommen, wenn auch genügend Bedarf nach zusätzlichen Hortplätzen vorhanden gewesen wäre.

«Das war nicht der Fall. Trotzdem wurde eine Arbeitsgruppe aus Eltern, Hortleitung, Schule und Gemeinderat gebildet, um sich des Themas Übergang der Zürcherstrasse anzunehmen», so Bender. In diesem Rahmen hätten verschiedene Begehungen mit der Kantonspolizei und dem Kanton stattgefunden, um mögliche Lösungen – unter anderem eine Ampel – zu diskutieren. «Bis heute herrscht aber Status quo. Die Zürcherstrasse ist eine Kantonsstrasse und der Kanton sieht wenig Grund, an der heutigen Situation beim Übergang bei der ehemaligen ‹Fregatte› etwas zu ändern», sagt Bender. Der Gemeinderat warte nun ab, wie die Forderung der Eltern formuliert sei, und werde dann entscheiden, wie man weiter vorgehen werde.

Jahrelange Sicherheitsdiskussion

Sicher sei aber, dass der Fussgängerstreifen auch im Rahmen der geplanten Neugestaltung der Zentrumskreuzung ein Thema sein werde. «Meine Erfahrung zeigt, dass viel möglich ist. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, auch bezüglich einer allfälligen Ampel nicht», so Bender. Er spricht damit den Umstand an, dass der Fussgängerstreifen schon fast 20 Jahre lang Thema ist. Unter anderem forderte die Schule eine Temporeduktion auf der Zürcherstrasse von 60 auf 50 km/h. Der Kanton lehnte dieses Begehren mit Bezug auf einen Bundesbeschluss stets ab. Seit einigen Jahren gilt auf der Zürcherstrasse eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

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