Dietikon
Einbrecher-Schüler: Sie werden auswärts geschult

Noch sind für die Oberstufenschüler, die im November 2010 zwei Mal ins Schulhaus Fondli einbrachen, keine definitiven Lösungen gefunden. Wie die Schule mitteilt, werden sie auswärts geschult.

Matthias Kessler
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Tatort: Das Schulhaus Fondli. mke

Tatort: Das Schulhaus Fondli. mke

Limmattaler Zeitung

Die Schüler würden «gemäss der uns auferlegten Pflicht beschult», erklärt Dietikons Schulvorstand Jean-Pierre Balbiani auf Anfrage der azLimmattaler Zeitung. Und: «Weil alle ein neues Umfeld und Tagesstrukturen benötigen, geschieht dies auswärts.» Allerdings habe man noch keine definitive Lösung gefunden, die Schule sei aber sehr eng in Gesprächen für «mögliche definitive Lösungsangebote».

Mehrere Dietiker Oberstufenschüler waren im November 2010 mutmasslich zwei Mal ins Schulhaus Fondli eingebrochen. In den Räumlichkeiten angelangt, randalierten sie, schlugen Fenster ein, warfen Laptops auf den Boden, entwendeten Bargeld und einen Autoschlüssel einer Lehrperson.

Mit deren Auto unternahmen sie eine kurze Fahrt innerhalb Dietikons, bevor sie es demoliert stehen liessen. Die dringend Verdächtigten sind schuldisziplinarisch keine unbeschriebenen Blätter, gemäss Balbiani haben sie alle schon einiges auf dem Kerbholz.

Schulvorstand Balbiani: «So nicht!»

Für zwei von ihnen, Oberstufenschüler im neunten und letzten Schuljahr, wurde von der Schule bereits die Ausschulung verfügt. Für die weiteren Verdächtigen im siebten und achten Schuljahr wurde derweil ein Time-out angeordnet, das noch bis Ende dieser Woche dauert. Klar war bereits zu Beginn dieser Auszeit, dass sie danach nicht an die Schule Dietikon zurückkehren können, um in einem anderen Umfeld einen Neustart zu ermöglichen. Zudem sind strafrechtliche Abklärungen am Laufen.

Für die Schule Dietikon steht fest, dass allen Schülerinnen und Schüler bewusst sein muss, dass es solche Vorfälle nicht mehr geben darf. Oder wie es Schulvorstand Balbiani formuliert: «Ich denke, oder hoffe sehr, dass allen klar ist – so nicht!» Sollte es ähnlich gelagerte Fälle in Zukunft dennoch wieder geben, werde das Vorgehen «von Fall zu Fall entschieden», so Balbiani. Generell gelte: «Die Leitlinien und Regeln werden konsequent eingehalten.»