Dietikkon

Ein zuckersüsses «Bitte Papa» kann an der Chilbi Wunder wirken

Dietikon Herbstchilbi auf dem Zelgliplatz. Da ist mancher hinter Enten her – aber nicht nur.

Die Musik der Karussells, der Geruch von gebrannten Mandeln und Zuckerwatte, lachende Kinder und der Klang der Luftgewehre von den Schiessständen. Das spielt sich wahrscheinlich bei den Meisten im Kopf ab, wenn sie an eine Chilbi denken. In etwa so sieht es auch an der Chilbi auf dem Dietiker Zelgliplatz aus. Trotz des kühlen Wetters haben sich viele Trophäenjäger, Adrenalinjunkies oder einfach Rummelliebhaber auf dem Platz versammelt. All diese Farben, Gerüche und Klänge erinnern viele Erwachsene wieder an ihre Kindheitsfreuden.

Heute ist die Oberdorf-Strasse in Dietikon gesperrt, denn sie ist mit rund 40 Ständen gesäumt. Bestimmt ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Palette ist gross: von Essensständen über Spielwaren bis hin zu Schmuckständen.

Die achtjährige Burcu freut sich jedes Jahr auf die Herbstchilbi. «Am liebsten verbringe ich die Zeit beim Fun-Park», sagt sie. Doch verbunden mit dem Vergnügen steht Burcu jedes Jahr vor einer schwierigen Entscheidung. Sie hat die Qual der Wahl zwischen gebrannten Mandeln oder Zuckerwatte. Dieses Jahr hat sie eine rosa Zuckerwatte gewählt – logisch, denn rosa ist ihre Lieblingsfarbe.

Hauptsache trocken

In den Warteschlangen der Bahnen drängeln sich die Kinder, weil jeder der Nächste sein will. Jeremia erzählt glücklich: «Am liebsten fahre ich mit den Putschautos, es macht Spass in andere reinzufahren.» Das sieht man ihm auch an: Während der gesamten Fahrt hat er ein riesiges Grinsen im Gesicht.

Hauptsache, es sei trocken. Ob kühl oder warm, spiele im Ganzen keine besonders grosse Rolle, erklärt Peter Hutter der Gesamtverantwortliche der Chilbi Dietikon. «Am Freitag ist immer das Einlaufen, richtig viele Besucher kommen am Samstag und Sonntag.» Ganz klare Favoriten unter den Leckereien der Chilbi seien das Magenbrot und die gebrannten Mandeln, erzählen die Verkäufer des Walliser Magenbrot-Standes. Hauptsache trocken, findet auch der dreizehnjährige Manuel. Ihm macht das kühle Wetter überhaupt nichts aus. «Ich zieh mich eben einfach warm an», sagt er. Gleich nebenan sieht man ein quengelendes Kind bei seinem Vater, es will unbedingt aufs Karussell. Grosse Augen, liebstes Lächeln und ein zuckersüsses «Bitte Papa» lassen das Herz des Vaters erweichen und er gibt nach. Überglücklich rennt das Kind zur Kasse und kauft sich einen Eintrittsschein.

Goran und seine Freunde eifern am «Bad King» um die Wette, wer am stärksten den Boxsack schlagen kann. Nachdem einer nach dem anderen geboxt hat, steht fest: Goran war der Stärkste. Freudig tänzelt er um seine Freunde, dabei hält er sich aber seine Schlaghand. Wahrscheinlich war der Boxsack ein guter Gegner. Doch dadurch ist seine Freude nicht zu schmälern. «Jedes Mal gewinne ich», sagt Goran glücklich und jubelt weiter.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1