Birmensdorf

Ein Zeichen für die Nachhaltigkeit: Der Weihnachts-Flohmarkt feiert Premiere

Birmensdorf stellt sich mit der gelungenen Premiere des «Flohmi» gegen den Konsumwahn.

«Wir wollten nicht einen der üblichen Weihnachtsmärkte veranstalten, sondern ein anderes Konzept lancieren», sagte der Birmensdorfer Gemeindepräsident Bruno Knecht (parteilos) am Samstagmorgen und verzehrte dabei ein Chnoblibrot auf dem Wüeriplatz.

Selbstverständlich hätten die Verantwortlichen der Gemeinde diesen Vorschlag unterstützt. Unter der Leitung von Magdalena Strub entstand schliesslich ein Weihnachtsflohmarkt, der an diesem Wochenende erstmals durchgeführt wurde. «Ich finde den Anlass wunderbar, dörflich und gemütlich. So wird der Dorfgeist gefördert», betonte Knecht.

Immer mehr Menschen stehen dem grossen Konsum zur Weihnachtszeit kritisch gegenüber, da dieser alles andere als umweltfreundlich und nachhaltig ist. Der Birmensdorfer Weihnachtsflohmarkt ist dabei die ressourcenschonende Alternative, da Gegenständen, die nicht mehr gebraucht werden, ein neuer Zweck gegeben werden kann.

Erster Weihnachts-Flohmarkt in Birmensdorf

Für die Nachhaltigkeit: Der erste Weihnachts-Flohmarkt in Birmensdorf

An siebzehn Ständen wurde den Besuchern eine grosse Auswahl gegeben. Plüschtiere, Kasperli-Figuren, vielfältige Spielsachen, himmlische Heerscharen, Weihnachtsdekorationen und diverse Haushaltsgegenstände. An den Verpflegungsständen offerierte man würzigen Glühwein, Kinderpunsch, Suppen, Würste und Chnoblibrot.

Um vier Uhr besuchte der Samichlaus mit seinem Schmutzli den Markt und verteilte den anwesenden Kindern Schokolade und Nüssli. So war die Weihnachtsstimmung an diesem ersten Birmensdorfer «Flohmi» garantiert.

Bei Standbetreibern kam der Markt gut an. Der ehemalige Volg-Filialleiter Heinz Roth sagte beim Zubereiten eines Fondues: «Ich finde diesen Markt eine gute Sache und darum habe ich mich mit einem Stand angemeldet. Nur schade, dass im Moment nicht so viele Leute da sind.»

Standbetreiberin Beatrice Coluccia aus Lieli sagte: «Ich habe so viele Stofftiere von meinem Sohn, von denen ich mich lange nicht trennen konnte. Jetzt habe ich eine gute Gelegenheit, sie endlich loszuwerden.» Die nicht verkauften Tiere werde sie einem Kinderheim übergeben, so die Mutter des jetzt 14-jährigen Matteo.

«Gute Alternative zu den Weihnachtsmärkten»

Auch die Besucherinnen und Besucher waren voll des Lobes für die Flohmarkt-Idee, mit der ein Zeichen gegen den Konsumwahn gesetzt wurde. Da sagte eine ältere Frau: «Ich finde diesen Weihnachtsflohmarkt eine tolle Sache, kaufte ich doch genau das passende Geschenk.»

Eine Mutter mit zwei kleinen Kindern ergänzte: «Ich habe hier die goldrichtigen Spielsachen zu einem günstigen Preis erstanden.» Und ein Grossvater mit dem Enkelbuben an der Hand sagte: «Für mich ist dieser Weihnachtsflohmarkt eine gute Alternative zu den Weihnachtsmärkten allüberall.»

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