Dietikon

Ein Wappenstein erinnert im Ortsmuseum an Zerstörung und Wiederaufbau

Der Wappenstein von 1760 zeigt links das Wappen des Klosters Wettingen und rechts jenes des damaligen Abts Peter Kälin.

Der Wappenstein von 1760 zeigt links das Wappen des Klosters Wettingen und rechts jenes des damaligen Abts Peter Kälin.

Die älteste Mühle verschwand 1962 aus dem Stadtbild – dank Karl Heid befindet sich ein Erinnerungsstück im Ortsmuseum.

Im Ortsmuseum Dietikon gibt es viel zu entdecken. Unzählige Ausstellungsstücke lassen die Besucherinnen und Besucher in die Geschichte des heutigen Bezirkshauptortes eintauchen. Einige davon werden im Neujahrsblatt 2021 im Kapitel «Rosinen aus dem Ortsmuseum» von Sven Wahrenberger genauer vorgestellt. Darunter auch der Wappenstein zur «Oberen Mühle» von 1760.

Bereits um 1259 war im Oberdorf eine Mühle bezeugt. Sie war die älteste der drei Dorfmühlen und gehörte bis ins 14. Jahrhundert den Herren von Schönenwerd, ehe sie 1316 ans Frauenkloster Oetenbach und 1691 dann ans Kloster Wettingen ging. Im Jahr 1759 wurde das Gebäude Opfer eines Feuers. Das Kloster Wettingen liess es im Jahr darauf neu erbauen. Zum Gedenken an dieses Ereignis wurde ein Wappenstein über dem Portal angebracht.

Viel später, im Jahr 1895, wurde das Mühleareal schliesslich in eine Marmorfabrik umgebaut. Als diese 1962 ihre Türen schloss, wurde die gesamte alte Baustruktur um die ehemalige Mühle abgebrochen. Dem Lokalhistoriker Karl Heid ist es zu verdanken, dass sich der Wappenstein heute im Besitz des Ortsmuseums befindet. Beim Abriss der Marmorfabrik rettete er ihn vor der Zerstörung.

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