Aesch
Ein Volg feiert Erfolg: Treue Kunden haben den Umsatz gesteigert

Während in anderen Gemeinden kleine Läden und Bankfilialen geschlossen werden, wurde in Aesch nun ein Zeichen in die andere Richtung gesetzt.

Gabriele Heigl
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Plaudern über alte und neue Volg-Zeiten: Max Kühne (links) und Armin Heller. gah

Plaudern über alte und neue Volg-Zeiten: Max Kühne (links) und Armin Heller. gah

Gabriele Heigl

«Dieser Laden ist ganz wichtig. In vielen Dörfern gibt es das schon nicht mehr.» Hansueli Bäumler, dessen Familie bereits seit 200 Jahren in Aesch wohnt, weiss, was er an dem kleinen Volg-Shop der Landi Albis Genossenschaft hat. «Das Angebot reicht für die tägliche Versorgung, und jetzt wurde das Sortiment sogar noch erweitert.»

Am Donnerstag wurde der Laden nach dem dreiwöchigen Umbau wieder eröffnet. Beim Umbau wurde der Innenbereich komplett renoviert und die Verkaufsfläche vergrössert. Ausserdem wurden eine neue Kühl- und eine Klimaanlage eingebaut. Am Eröffnungstag ist der Laden gut besucht.

«Sehen Potenzial»

Landi-Geschäftsführer Armin Heller kann sich beim Aescher Volg-Shop über Umsatzzuwächse im Bereich von knapp zehn Prozent freuen. «Und wir sehen noch weiteres Potenzial.» Es werde viel gebaut in Aesch, junge Familien ziehen her, die man «abholen» wolle.

Man beobachtet bei Landi die Tendenz, dass der Kunde kurze Wege schätzt und gerne in der Region einkauft, wenn ihm ein umfangreiches Frische- und ConvenienceSortiment geboten wird. «In Aesch ist dieser Trend besonders ausgeprägt. Wir haben hier sehr treue Kunden, was nicht selbstverständlich ist», so Heller. (GAH)

Trudy Sandmeier, auch sie stammt aus einer alten Aescher Familie, freut sich über die Wiedereröffnung: «Aesch ohne einen Laden für Dinge des täglichen Bedarfs kann ich mir nicht vorstellen.» Sie erinnert sich noch an frühere Zeiten. Viele Jahre sei das Depot von Volg Birmensdorf im Türmli nebenan gewesen. Später sei dann der Laden gegenüber eröffnet worden, wo er auch heute noch ist.

Auch Max Kühne, der von 1966 bis 1997 die Filiale leitete, ist zur Eröffnung gekommen. Er nutzte die Gelegenheit, um sich mit Armin Heller, Geschäftsführer der Landi Albis Genossenschaft, auszutauschen. «Der Laden ist wirklich schön geworden», meinte Kühne anerkennend.