Dietikon

Ein tierisches Wiedersehen: Esel Elvis ist zurück im Chrüzacher

Elvis bleibt noch bis am Dienstag, dem 21. Januar im Chrüzacher. Dort leisten ihm Hasen und Geissen Gesellschaft.

Elvis bleibt noch bis am Dienstag, dem 21. Januar im Chrüzacher. Dort leisten ihm Hasen und Geissen Gesellschaft.

Nach einer Operation erholt sich der beliebte Esel Elvis im Dietiker Chrüzacher. Er bleibt noch bis am Dienstag, 21. Januar.

Er ist wieder da: der junge Esel Elvis. 2017 hatte er völlig unerwartet im Dietiker Chrüzacher das Licht der Welt erblickt und konnte als Baby zahlreiche Kinder begeistern. Weil er nach einigen Monaten jedoch zu wild wurde, musste er auf einer Fohlenweide im Aargau erzogen werden. Nun ist er für einige Tage wieder auf der Freizeitanlage anzutreffen.

Der braungraue Esel steht gelassen im Gehege, während die vier Geissen des Chrüzachers nicht weit weg herumtollen. Im Gehege nebenan befindet sich Shakira, die Mutter von Elvis, zusammen mit einer weiteren Eselsdame und zwei Ponys. «Leider können sie sich nicht treffen», sagt Mirjam Spring, Reitpädagogin und zuständig für die Grosstiere im Chrüzacher. Nach seiner Kastration diese Woche benötige Elvis Ruhe. Deshalb sei es besser, wenn er von seinen Artgenossen getrennt sei. «Die beiden sehen sich aber und sprechen miteinander», sagt Spring.

Elvis ist jetzt gutmütig und offen

In der Tierklinik im Aargauer Auw wurde die Operation im Leistenbereich von Elvis vollzogen. Als Genesungsort bot sich der Chrüzacher an, da Elvis die Leute und die Umgebung bereits kennt. Spring sagt, dass sie ihn nach seinem Wegzug aus Dietikon regelmässig besucht hat. Im Moment bekäme Elvis noch Antibiotika und sei daher weniger aktiv als sonst. «Elvis lässt sich trotzdem streicheln. Und die Kinder können so lernen, mit einem Patienten umzugehen», sagt Spring.

Während seinem Aufenthalt auf der Fohlenweide habe Elvis einen tollen Charakter entwickelt. Am Anfang hätte er lernen müssen, dass er nicht immer der Mittelpunkt sein könne und dass er die älteren Tiere in der Herde respektieren müsse. Auch im Umgang mit Menschen habe er sich verbessert. «Es war wichtig, dass er viel mit Menschen in Kontakt kommt. Jetzt ist er gutmütig und offen», sagt Spring. Er gehe sogar mit Jugendlichen auf Spaziergänge. Nur zum Esel von Schmutzli habe es noch nicht ganz gereicht. Das könne er aber noch werden, sagt Spring.

Er ist ein Teenager und muss sich viel bewegen

In seinen zweieinhalb Lebensjahren halt Elvis schon verschiedenes erlebt. Wenn der Heilungsprozess wie erwartet fortgesetzt wird, soll Elvis voraussichtlich am Dienstag, 21. Januar in seines neues Zuhause gebracht werden. «Im Chrüzacher können wir ihn nicht aufnehmen. Er ist immer noch ein Teenager, der sich viel bewegt. Für einen jungen Esel haben wir zu wenig Platz und die beiden älteren Stuten sind keine guten Spielpartnerinnen», sagt Spring.

Die neue Heimat von Elvis wird jedoch nicht allzu weit weg vom Chrüzacher sein. Aller Voraussicht nach wird Elvis in einem Tiertherapiebetrieb im Aargau unterkommen. Esel seien gute Therapietiere. «Sie sind ruhiger als Pferde. Mit einem Esel muss man sich Zeit lassen und sich in ihn hineinversetzen, damit er Befehlen gehorcht», sagt Spring.

Während den restlichen Tagen im Chrüzacher kann sich Elvis weiterhin erholen und von den Kindern mit intensiven Streicheleinheiten beglückt werden.

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