Eine Baustelle mitten im Dorf diente als Kulisse für die Hauptübung der Feuerwehr Weiningen. Zuschauer konnten das Geschehen am Samstag hautnah mitverfolgen. Ausgangslage war eine Verpuffung in der Tiefgarage, also eine plötzliche Entzündung, die eine Kettenreaktion auslöste.

Durch den Schrecken der Explosion verlor der Kranführer einen Teil seiner tonnenschweren Ladung; eine Person wurde darunter eingeklemmt. Zwei weitere Personen stürzten infolge der Druckwelle in einen Schacht. Für Einsatzleiter Werner Ehrsam war dies eine grosse Herausforderung, die er mit seinem rund 40 Mann starken Team löste.

Zur Unterstützung musste die Autodrehleiter von der Feuerwehr Oberengstringen angefordert werden. Die Betreuung der verletzten Menschen organisierte der Samariterverein Weiningen.

Rauchverbreitung war Kritikpunkt

Weil im Untergeschoss noch keine Türen angebracht waren, konnte der Rauch ungehindert in alle Räume eindringen, was die Bergung der Verletzten und die Bekämpfung des Feuers erschwerte. Dieser Umstand war denn auch der einzige Kritikpunkt des Instruktors der Gebäudeversicherung Zürich (GVZ), der der Feuerwehr Weiningen ansonsten ein tadelloses Zeugnis ausstellte.

Im ersten Obergeschoss erfolgte die Bergung einer am Rücken verletzten Person über die Autodrehleiter. Flink wurde die Bahre samt Person an der Leiter befestigt und sanft auf die gesperrte Hauptstrasse gehievt. «Gerade auf einer Baustelle könnte sich ein Ernstfall wirklich so abspielen.

Wichtig ist, dass man bei einer solchen Herausforderung ruhig bleibt und die Übersicht bewahrt», meinte Einsatzleiter Ehrsam. Die Übung wurde von Vertretern anderer Feuerwehren verfolgt. «Eine solche Hauptübung ist die beste Werbung für die Feuerwehr», sagte Beat Ernst von der Feuerwehr Schlieren.