Das haben die Stimmbürger der drei Gemeinden entschieden. Die Verantwortlichen hoffen, dass der Polizeiverbund rechtes Limmattal bereits im Herbst 2014 seinen Betrieb aufnehmen kann.

Bis es so weit ist, wartet auf die beiden im Zweckverband zusammengeschlossenen Gemeinden Weiningen und Unterengstringen sowie die durch einen Vertrag an den Verbund angeschlossene Gemeinde Oetwil noch einige Arbeit. So muss der Verband zuerst gegründet werden. Dann müssen die Polizisten eingestellt, geeignete Räumlichkeiten gefunden, die Ausrüstung sowie die gesamte Infrastruktur angeschafft werden. All diese Aufgaben dürften mehr oder minder einfach zu bewältigen sein.

Kniffliger wird es sein, die Skeptiker des Polizeiverbundes von dessen Sinn und Zweck zu überzeugen. In allen drei am Verbund beteiligten Gemeinden gab es an den Gemeindeversammlungen kritische Voten. Bemängelt wurde beispielsweise, dass ein Verbund rechts der Limmat nur dann sinnvoll sei, wenn auch Oberengstringen und Geroldswil mitmachten.

Die Gemeinderäte der drei Gemeinden sind der Ansicht, dass irgendwann ein Anfang gemacht werden muss, und hoffen auf einen Nachahmungseffekt. Sie sind überzeugt, dass sich die beiden noch fehlenden Gemeinden irgendwann zu einem Beitritt zum Verbund entscheiden werden.

Ob diese Hoffnungen berechtigt sind, wird sich weisen. Die Möglichkeiten der Verbandsgemeinden, einen Meinungsschwung herbeizuführen, sind begrenzt. Vieles wird davon abhängen, wie der Verbund in der Bevölkerung wahrgenommen wird. Die Verantwortlichen setzen darauf, dass mit dem vierköpfigen Korps den Polizisten mehr Zeit bleibt, sich den Anliegen der Bevölkerung anzunehmen, als dies bis anhin mit einem Dorfpolizisten in Weiningen und teilweise in Oetwil oder mit der Kantonspolizei in Unterengstringen der Fall war.

Zudem ist man überzeugt, dass durch die grössere Präsenz der Ordnungshüter vor allem am Abend und in der Nacht präventiv etwas erreich werden kann. Gerade mit Hinblick auf die Vereitelung von Dämmerungseinbrüchen. Mit diesem Argument treten die Gemeinderäte jenen Kritikern entgegen, welche die Kosten als zu hoch erachten, weil der Bedarf nach mehr Sicherheit gar nicht ausgewiesen sei.

Diese Diskussionen zeigen, wie diffus der Begriff Sicherheit ist. Manche fühlen sich sicher genug, andere wünschen noch mehr Polizeipräsenz. Allen gerecht zu werden, ist schwierig. Mit einem positiven Auftreten der Polizisten lässt sich viel Goodwill gewinnen. Deshalb wird es entscheidend sein, dass der Verbund gut startet und die Bevölkerung das Gefühl erhält, dass ihre Anliegen ernst und rasch behandelt werden.