Schlieren
Ein Pavillon auf dem Stadtplatz soll Klarheit über die Limmattalbahn bringen

Auf dem Stadtplatz gibt es seit neustem eine Anlaufstelle, wo sich Interessierte über alles Wissenswerte rund um die Limmattalbahn informieren können.

Ly Vuong
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Besucher können sich im Pavillon über die LTB-Linienführung informieren.

Besucher können sich im Pavillon über die LTB-Linienführung informieren.

Ly Vuong

Langsam wird es konkret mit der Limmattalbahn (LTB). Aber noch bestehen Unsicherheiten und Klärungsbedarf aufseiten der Bevölkerung. Im neuen Pavillon auf dem Schlieremer Stadtplatz kann sich nun jeder informieren. An Stellwänden sind Hintergrund, Zahlen und Fakten, aber auch detaillierte Bauphasenpläne zur geplanten Bahn ausgestellt. Zur Eröffnung am Samstag waren Verantwortliche der Limmattalbahn AG sowie lokale Politiker vor Ort. Interessierte Besucher konnten aus erster Hand Antworten zu Fragen rund um den Bau einholen.

Der Schlieremer Stadtpräsident Toni Brühlmann sprach in seiner Rede von der Limmattalbahn als eine Chance, die Wahrnehmung von Schlieren als Durchgangsort entscheidend zu ändern. Denn der Bau bedeute eine solch enorme Veränderung wie die Planung und der Bau der überdimensionierten Zürcher- und Badenerstrasse, welche die Stadt in den 1970er Jahren zum «Durchgangskorridor» machten. «Mit der Aufnahme der Bauarbeiten im Herbst werde die jahrelange Planungsarbeit, die seit dem Jahr 2000 ihren Lauf genommen hat, umgesetzt. Darauf freue ich mich», sagt Brühlmann.

Vorfreude ist erlaubt

Diese Freude teilte auch Kantonsrätin Sonja Gehrig: «Der Kantonsrat hat mit der Genehmigung seinen Beitrag zur Limmattalbahn geleistet. Sie ist eine Chance fürs Limmattal.» Auch Hans Egloff, Nationalrat und Verwaltungsratspräsident der Limmattalbahn AG, kam zur Pavillon-Eröffnung. Er sieht die Bahn als ein Teil der Lösung der bestehenden Verkehrsprobleme im stark boomenden Limmattal. Zufrieden stelle er fest, dass die Pavillon-Besucher sehr interessiert sind. Für Gesamtprojektleiter Daniel Issler soll der Pavillon nicht nur der Information, sondern auch der Vorfreude auf die Bahn dienen. Dass Gesamtidee und Baudetails nun hier zusammenlaufen, sieht der Schlieremer Stadtrat und Bauvorstand Markus Bärtschiger als Zeichen, dass es nun ein Schritt weiter Richtung Konkretisierung geht.

Der Bau der Bahn wird auch mit Unannehmlichkeiten wie Umfahrungen und Lärm belastet sein, wissen der Schlieremer Gemeinderat Andreas Kriesi und Stadtrat Pierre Dalcher. Die Bevölkerung mit diesem Pavillon vorzubereiten, sei eine gute Idee, so die beiden Politiker. Eine direkt Betroffene ist die Besucherin Lucia Bertodatto. «Es ist gut, zu wissen, was auf mich zukommt. Ich wohne an der Feldstrasse, die vom Umbau der Kreuzung Bern- / Engstringerstrasse direkt tangiert sein wird», sagte sie. Auch Hans Peter und Annemarie Stemmler lobten die Ausstellung als sehr informativ.

Der Pavillon erfülle seinen Zweck nicht nur als Ausstellungsort, sondern er wird den Bauingenieuren auch als Arbeitsbüro und Sitzungszimmer dienen, erklärte der Leiter für das Pavillon-Design, Dominik Wullschleger vom Zürcher «Büro 4». Mit dem Einsatz vom Holz im Design wolle man einen Kontrapunkt zur Komplexität des sehr technischen Bauvorhabens setzen und Wärme und Nähe beim Besucher wecken.

Öffnungszeiten Der Pavillon ist immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet; Auskunftspersonal ist vor Ort.