Birmensdorf

Ein packender Singsang: Kinderliedermacher begeisterte Gross und Klein

© Christian Murer

Die am Boden sitzende zappelige Kinderschar strahlte. Kinderliedermacher Andrew Bond begeisterte Gross und Klein auf der Birmensdorfer Brüelmattbühne.

Die am Boden sitzende zappelige Kinderschar wird an diesem frischen Frühlingsabend stets grösser und grösser. Man will doch ganz nah beim Liedermacher Andrew Bond sein. Dieser begrüsst auf dem Digitalpiano die kleinen und grossen Gäste mit «Hebed Sorg zu dem Planet, das jede sini Zukunft gseht …». Mit diesem Song appelliert er, Verantwortung für die Umwelt und die Mitmenschen zu übernehmen. So zieht der bekannte Kinderliedermacher und Theologe gleich zu Beginn des Konzerts alle Singfreudigen in seinen Bann.

«Gahts öi guet?», fragt der Sängerstar die Kinder. Mit einem lauthalsen «Jaaa!» quittieren diese seine Frage. «Gahts öi immer nur guet?», will er ein wenig später wissen. «Jaaaaa!» lautet die Antwort lauter denn je. Dann fordert Bond Kind und Kegel auf, mitzusingen und mitzuklatschen.

Denn Kinder wollen nicht nur Zuhörer und Zuschauer, sondern ebenso Beteiligte sein. «Kinderkultur ist Beteiligungskultur», sagte der Liedermacher einst zu Kurt Aeschbacher. Wenn Andrew Bond mit seinen Kinderliedern jeweils auf der Bühne steht, sind Kinder und Eltern voll bei der Sache. Über dreihundert Fans sind am Freitagabend zum ausverkauften Konzert ins Gemeindezentrum Brüelmatt gepilgert.

«Uf em Puure, Puure, Puurehof isch immer öppis los» heisst einer der Songs seiner neuesten CD. Da werden der Hund, die Geissen und die Hühner mitsamt dem Güggel besungen. Beim Lied «Sauguet» gehts so richtig saumässig zu und her.

Ein weiterer Hit ist gewiss die Titelmelodie «Alli mached Mischt». Da heisst es unter anderem «Öise Toni hat en Hof, aber alli Tier tüend doof. Uf dem Toni sinere Farm isch hüt wieder Mischt-Alarm». Der erfolgreiche Andrew Bond greift in die reich gefüllte Liederkiste und singt einige seiner einfühlsam getexteten Puurehof-Lieder. Da lässt er all die Bondfans von einer fast «heilen» Bauernhofwelt träumen.

Der siebenjährige Crispin Koller meint nach dem Konzert im Foyer: «Mir hat alles gut gefallen.» Und seine neunjährige Schwester Flavia doppelt nach: «Ich fand alle Lieder prima, doch der Song ‹Sauguet› war mega lustig.»

Und während die Gästeschar sich bei Kuchen, Wienerli und Getränken verköstigt, klingen all die bondschen Ohrwürmer auf dem Heimweg und beim Guetnachtritual unwiderstehlich nach.

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