Uitikon
Ein neuer Kunstrasenplatz für viele junge Beine

Der Fussballclub Uitikon unternimmt einen Vorstoss für einen zweiten Platz und bringt Geldgeber mit: Die Hans und Wilma Stutz Stiftung zahlt 500000 Franken, sollte das Projekt zustande kommen.

Flavio Fuoli
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FC-Uiotikon-Präsident Peter Haussmann

FC-Uiotikon-Präsident Peter Haussmann

Limmattaler Zeitung

«Der FC Uitikon ist sehr gut unterwegs. Rund ein Drittel aller Uitiker Schüler spielt im Verein. Er ist im Dorf eine wichtige Klammer und eine Plattform: Er bringt Familien zusammen.» Präsident Peter Haussmann äussert sich stolz über seinen Verein, dem er seit einem Jahr vorsteht, als man per Inserat einen Präsidenten gesucht hatte. Weil sein Sohn mitspielt und er das Potenzial des Vereins sah, nahm er auch gleich noch einen Bekannten, Daniel Wallner, mit in den Vorstand, einen Vermögensverwalter, der nun als Vize und Kassier amtet.

Unter ihrer Leitung wurde die Vereinsführung professionalisiert, das Leitbild angepasst und das «Projekt Infrastruktur» lanciert, das den Verein einen Riesenschritt nach vorne bringen könnte.

Kunstrasen und Garderobenanbau

Das Projekt beinhaltet erstens einen Kunstrasenplatz neben dem bestehenden Rasenplatz Sürenloh an der Grenze zu Birmensdorf. Zweitens einen L-förmigen Anbau an die bestehende Garderobe. Der Grund: Der Verein platzt aus allen Nähten. Rund 100 Kinder dürfen Fussball spielen, während 10 bis 15 auf der Warteliste stehen, Tendenz steigend.

Der Platz soll die Matchgrösse von 105 mal 63 Meter aufweisen und aus unverfülltem Kunstrasen bestehen, das kein Granulat mehr benötigt. «Wir wünschen uns einen Kunst- und keinen Naturrasen, weil die Nutzungsdauer 2000 Stunden pro Jahr beträgt gegenüber nur 800 Stunden», verrät der Präsident. Der Kunstrasenplatz würde 1,19 Millionen Franken kosten, der Naturrasen allerdings nur 270000 Franken. «Die Kosten auf Dauer wären beim Kunstrasen billiger. Man rechnet mit 46 Franken pro Stunde gegenüber 78 Franken beim Naturrasen», rechnet Peter Haussmann vor.

Heute verfügt der Verein über zwei Garderoben zu je 25 Quadratmeter Grösse. Die Erweiterung sieht nochmals zwei Garderoben selber Grösse mit Duschen und WC vor. «Wir könnten Raum für den bis um einen Drittel höheren Juniorenbestand schaffen. Zudem würden wir als Gastgeber turnierfähiger und könnten eine separate Mädchengarderobe und separate Umziehmöglichkeiten für die Schiedsrichter zur Verfügung stellen», steht im Projektbeschrieb.

500000 Franken von Stiftung

Das in Aussicht stehende Land gehört der Gemeinde Uitikon und liegt in der Erholungszone. Die Gemeinde müsste als Bauherrin auftreten und das Projekt vors Volk bringen. Die Gesamtkosten (Platz inklusive Umgebungsarbeiten, Garderobe etc.) betragen nach Berechnungen des Vereins 1,857 Millionen Franken. Dem FC Uitikon ist es gelungen, einen grosszügigen privaten Sponsoren zu finden. Die Hans und Wilma Stutz Stiftung zahlt 500000 Franken, sollte das Projekt zustande kommen. Beiträge aus dem Lotteriefonds und Eigenleistungen reduzieren die Kosten um weitere 165000 Franken. Der Gemeinde würde eine Belastung von 1,192 Millionen Franken verbleiben. «Bei einem positiven Signal des Gemeinderats würden wir noch weitere private Geldgeber suchen», verspricht der Präsident .

Platz frei für die Mädchen

Wenn der nahe Quartierplan Leuen-Waldegg realisiert wird, und der wird mit Hochdruck vorangetrieben, kann man mit rund 100 Schüler mehr rechnen. «Da wird auch der Druck auf uns wachsen», ist sich Haussmann sicher. Die Warteliste würde noch grösser. «Wir sind aber ein Klub für alle, wir betreiben keinen Elitesport und wollen alle drin lassen.» Ein «Rieseninteresse» ortet der Präsident bei den Mädchen. «Wir wollen in Zukunft Knaben und Mädchen ausbilden. Deshalb sind wir am Konzipieren von Mädchenteams.» Heute seien die Mädchen in Knabenteams integriert.

Ziel: Abstimmung 2012

Peter Haussmann verspricht, der Verein werde sich mit allen Kräften für das politische Gelingen des Projekts einsetzen. «Ziel ist, dass es 2012 an der Urne angenommen wird», sagt er und lacht dazu herzhaft.