Schlieren

Ein Moment der Unachtsamkeit löste fast fatale Kettenreaktion aus

Ein Balkonbrand sorgte an der Hauptübung der Feuerwehr für einen schweren Verkehrsunfall. Die Einsatzkräfte reagierten glücklicherweise äusserst schnell.

Ein brennendes Auto und eine eingeklemmte verletzte Person in einem anderen Fahrzeug ist ein Unfallszenario, das eigentlich alleine schon das ganze Wissen und Können einer Feuerwehr in Anspruch nimmt. Wenn dann auch noch ein Balkonbrand hinzu kommt, wird es für jede Rettungseinheit ungleich komplizierter. Dieser Herausforderung musste sich Einsatzleiter Rolf Horisberger von der Feuerwehr Schlieren mit acht Einsatzfahrzeugen und 66 Einsatzkräften an der diesjährigen Hauptübung stellen. «Prioritäten richtig setzen, sichern und retten: Nur so kann man einer solchen Gefahr entgegen wirken», erklärte Horisberger, der von vier Offizieren aus verschiedenen Chargen unterstützt wurde.

Feuerwehrübung Schlieren

Feuerwehrübung Schlieren

Einsatzkräfte reagieren schnell

Und so kam es zur Mehrfachbedrohung bei der Feuerwehrübung: Beim Verlassen des Parkplatzes auf dem Chilbiplatz entdeckt ein Automobilist den Balkonbrand. In der Folge rollt sein Fahrzeug zu weit in die Bachstrasse hinaus, wo es zur Kollision mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kommt. Die Ersthelfer vor Ort konnten so auch nicht erahnen, welche Herausforderung noch auf sie wartet.

«Schnelle und präzise Rückmeldungen sind für einen Einsatzleiter unverzichtbar und ermöglichen ihm, den Einsatz richtig zu führen», erklärt Paul Ruffiner von der Feuerwehr Dietikon. An der Übung lösten die Einsatzkräfte diese Aufgabe mit Bravour: Es dauerte keine zwei Minuten, bis der Hubretter vor Ort war und dank der Drehleiter vom obersten Balkon eine weitere verletzte Person evakuiert werden konnte.

Von den anderen Feuerwehrvertretern, die der Übung beiwohnten, war unisono zu vernehmen, wie motiviert das Korps der Feuerwehr Schlieren gearbeitet hat. «Die Wertschätzung jedes Einzelnen in unserer Mannschaft ist sehr wichtig. Diese Motivation beflügelt und fördert den Zusammenhalt und die Kollegialität», ist sich Schlierens Feuerwehrkommandant Beat Ernst sicher. Auch Instruktor Christian Roth von der Gebäudeversicherung Zürich (GVZ) zeigte sich über den Einsatz hochzufrieden. «Einzig den Standort der Einsatzleitung könnte man noch besser wählen», so Roth.

Feuerwehrübungen Schlieren

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