Geroldswil
Ein Limmattaler Dorf wird mit Räben zum Leuchten gebracht

«Räbeliechtli, Räbeliechtli»-Gesang in Geroldswil. Bereits zum zweiten Mal organisierte das Elternforum der Primarschule Huebwies den stimmungsvollen Räbeliechtliumzug, an welchem viele Kinder teilnahmen.

Christian Murer (Text und Fotos)
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Mit selbst geschnitzten Räben und Laternen brachten die Kinder von Geroldswil Licht ins Dunkel der Nacht.
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Räbeliechtliumzug Geroldswil 2011

Mit selbst geschnitzten Räben und Laternen brachten die Kinder von Geroldswil Licht ins Dunkel der Nacht.

Limmattaler Zeitung

Die Nächte werden länger, die Tage kürzer, und es macht sich der Wunsch nach Licht und Wärme breit – es beginnt wieder die Zeit der Räbeliechtliumzüge. Diese Lichtbräuche stammen noch aus vorchristlicher Zeit; das Licht brachte damals Wärme und Geborgenheit in die kalten Winternächte. Räbeliechtli stehen aber in keinem Zusammenhang mit Halloween, einem alten keltischen Brauch, sondern gehören zum Martinstag. Dieser findet exakt vierzig Tage vor Weihnachten statt.

Auch in Geroldswil organisierte das Elternforum Huebwies heuer bereits zum zweiten Mal den Räbeliechtliumzug. Das Elternforum ist das Bindeglied der gesamten Elternschaft zur Primarschule Huebwies in Geroldswil. Das Forum fördert den Aufbau regelmässiger Kontakte zwischen Kindern, Eltern und Lehrerschaft.

Fantasievoll geschnitzte Räben

Zu bewundern gab es fantasievoll geschnitzte Räben. «Räbeliechtli, Räbeliechtli» sangen die Singing Kids unter der Leitung von Roger Küng an diesem lauen Herbstabend auf dem Geroldswiler Dorfplatz. Voller Stolz hielten die Kleinen ihre kunstvollen Lichter in den Händen. Und schon bald bewegte sich eine lange Lichtschlange auf den Weg durchs Dorf und brachte es zum Leuchten.

«Der Anlass war ein voller Erfolg», sagte Nathalie Niederberger vom Elternforum, «die angenehmen Temperaturen bescherten uns viele Zuschauer.» So seien die Wienerli für die rund zweihundert Kinder mit Räbenlichtern quasi wie warme Weggli weggegangen. Ebenso regen Zulauf habe es beim Wurst- und Glühweinstand gegeben. «Wir konnten rechte Mengen verkaufen und schätzten die Anzahl Besucher auf über dreihundert», ergänzte die organisierende Mutter der drei Buben Robin, Thierry und Yves.

Nicht nur für Niederberger vom Elternforum sind solche Anlässe eine gute Gelegenheit, bekannte Gesichter wieder zu treffen. So ergeben sich jeweils heitere Gespräche, und es wird viel gelacht. Ihre Bilanz des Abends: «Sowohl die Eltern als auch die Kinder hatten ihren Spass.» Diese vergnügten sich nach dem Umzug noch mit ihren «Gspänli» und liessen den eindrücklichen Abend langsam ausklingen.