Dietikon
Ein Hauch von Jimi Hendrix im «soundDock 14»

Näher kann man dem verstorbenen Wunder-Gitarristen Jimi Hendrix kaum noch kommen: Am Samstag spielten im Dietiker «soundDock 14» Hendrix-Imitator Randy Hansen und Leon Hendrix, der jüngere Bruder von Jimi, ein gemeinsames Konzert.

Mojan Salehipour
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Randy Hansen gibt auf der Bühne alles
7 Bilder
Randy Hansen spielt die Gitarre nicht nur, er bringt sie zum Singen
Jimi ist allgegenwärtig, auch auf dem T-Shirt des Drummers
Randy Hansen spielt seine Gitarre mit den Zähnen
Leon Hendrix ist der jüngere Bruder von Jimi Hendrix
Leon Hendrix tourt mit Randy Hansen durch Europa
Randy Hansen und Leon Hendrix zu Gast in Dietikon.

Randy Hansen gibt auf der Bühne alles

Es war eine einmalige Gelegenheit für alle Fans des legendären Jimi Hendrix: Am Samstagabend wurden im «soundDock 14» in Dietikon seine Songs live gespielt, und das von keinem Geringeren als Randy Hansen, einem der besten Hendrix-Imitatoren der Welt, der schon mit den OriginalMusikern der «Jimi Hendrix Experience» aufgetreten ist. Als absolutes Sahnehäubchen des Abends war Leon Hendrix geladen, der jüngere Bruder der verstorbenen Legende.

Bevor das Konzert losging, stand Leon Hendrix dem Publikum und der Interviewerin Bettina Hamilton-Irvine, stellvertretende Chefredaktorin der az Limmattaler Zeitung, Rede und Antwort. Hendrix sprach über sich, seine Erlebnisse mit Jimi und ob der berühmte Bruder eher Fluch oder Segen gewesen sei. Das Publikum war zurückhaltend mit Fragen, was den Musiker aber kaum störte. Er wollte endlich die Musik sprechen lassen.

Nicht nur für die Ohren

Zusammen mit Randy Hansen und Band (Ufo Walter, Bass, und Manni Von Bohr, Drums) brachte Leon Hendrix dann die Menge zum Kochen. Dazu muss man wissen; Hendrix-Imitator Hansen ist ein Vollblutmusiker und Energiebündel. Wenn er auf der Bühne steht, dann nimmt er sie samt Publikum ein.

Bei virtuosen Gitarrensoli kamen nicht nur die Ohren auf ihre Kosten, sondern auch Augen, Arme und Beine wurden beansprucht. Hansen wütete nämlich auf der Bühne, vor der Bühne oder mitten in der Menschenmenge, und wie es sich für einen Hendrix-Imitator gehört, spielte er mit Zähnen, Zunge und Stiefeln. Das Publikum tobte.

«Das ist bereits das vierte Konzert von ihm, das ich besuche. Er ist fantastisch», so Eugen Leu. Zu hören waren Titel wie «Gypsy Eyes», «Voodoo Chile» oder «Castles Made of Sand». Die Stimmung während des Konzerts war aufgedreht. Es wurde getanzt, gehüpft und jede Menge Luftgitarre gespielt. Im Publikum waren auch viele junge Leute, von denen niemand je die Möglichkeit gehabt hatte, Jimi Hendrix einmal live zu erleben. Dennoch sagten viele, sie seien durch ihre Eltern mit seiner Musik aufgewachsen. Randy Hansen haben die meisten aber zum ersten Mal gehört. So wie Marco Guterres und Simon Marras: «Er weiss, wie man die Gitarre zu spielen hat. Bei ihm spielt sie nicht, sie singt.»

Wenn man die Stimmen der Fans nach dem Konzert einfängt, ist es bei einer Legende wie Jimi Hendrix nicht verwunderlich, wenn da die Meinungen auseinandergehen. So gab es auch Besucher, für die Jimi einfach unnachahmlich bleibt. Das Konzert war dennoch ein absoluter Hochgenuss für alle Musikfreunde. Die Energie von Randy Hansen und die Coolness von Leon Hendrix waren unverwechselbar. So nutzen viele Besucher nach dem Konzert die Möglichkeit, die beiden hautnah zu erleben, und liessen sich CDs oder auch ihre
T-Shirts signieren.