Lokale Vereine und Standbetreiber verwandelten den Kirchplatz in Dietikon am Samstag in einen fröhlichen und vielfältigen Marktplatz. «Der Frühlingsmarkt ist ein Begegnungsort, der einem breiten Bedürfnis entspricht. Hier Werbung fürs Stadtfest zu machen, ist ideal», sagte der noch amtierende Stadtpräsident Otto Müller. Zusammen mit anderen Mitgliedern des Organisationskomitees (OK) verteilte Müller am Stadtfest-Stand Flyer und vermittelte nach dem Motto «Dietikon bewegt» Spielfreude: Wer den Ball in den Basketballkorb traf, gewann einen Ball oder eine Tasche mit dem Stadtfest-Logo. Gerade ältere Besucher würden nachfragen, ob wirklich die echte Boney M. auftreten werde, sagte Mona Sorcelli vom OK des Stadtfests, das vom 31. August bis zum 2. September stattfindet.

In der Markthalle spielte die Stadtmusik ihr Muttertagskonzert. Vom «Sächsilüüte-Marsch» bis hin zu «Dirty Dancing» war alles dabei. Die Steelband Dietikon versprühte zudem karibisches Flair. Und fünf junge Frauen der «Academy of Arts» brachten indischen Tanz auf die Bühne. «Ich habe versucht, den Tanz zu deuten. Es geht um Partnerschaft und Frauen, die sich schön machen vor dem Spiegel, den sie mit der Hand andeuten», sagte Besucherin Gabriele Schmidt-Puck aus Frankfurt.

Wo der Pfeffer wächst

Abseits der Bühne gab es Fernweh zum Kennenlernen und Erstehen wie etwa türkische Spezialitäten, italienische Delikatessen oder Setzlinge für blauen und roten Mais. Dass Asien nicht einfach Asien ist, zeigte sich beim Gewürzstand: «Der rote Kampot-Pfeffer ist botanisch gleich wie der indische Pfeffer, doch durch die Sonnenlage in Kambodscha schmeckt er anders und besonders aromatisch», erklärte Marktfahrer Urs Schüpfer von der Firma Gewürz-Profi.

Silvia Schaaf (links) verkaufte Setzlinge von Wildtomaten, farbigem Mais und seltenen Gurken.

Silvia Schaaf (links) verkaufte Setzlinge von Wildtomaten, farbigem Mais und seltenen Gurken.

Lokale Vereine zeigten viel Engagement. Der Frauenverein bot Kaffee und Kuchen, während der Natur- und Vogelschutzverein Dietikon Wildblumensetzlinge verkaufte, um so die botanische Vielfalt zu fördern. Am Markt vertreten war auch der FC Dietikon, der seinen traditionellen Safran-Risotto servierte. Die Vereinskasse etwas aufbessern konnte die Pfadi St. Ulrich mit dem Aufstellen aller Marktstände. Der Frühlingsmarkt begann vor 15 Jahren als Muttertagsanlass der Vereinigung Zentrum Dietikon (VZD). Daraus entwickelte sich ein Tag für Vereine. «Wir merkten, dass es neben Vereinen auch Marktstände brauchte. So entstand unser Frühlingsmarkt», sagte die Organisatorin Sabine Billeter. Zwar erfreue sich der Bastelstand des Spielwarenladens «Spiel und Hobby» junger Kundschaft, doch wünscht sich Billeter insgeheim mehr jüngere Besucher am Frühlingsmarkt. Daher werde man das Konzept überdenken.

Peter Hagenbuch vom FC Dietikon sorgte durch ständiges Rühren dafür, dass der Safran-Risotto nicht anbrennt.

Peter Hagenbuch vom FC Dietikon sorgte durch ständiges Rühren dafür, dass der Safran-Risotto nicht anbrennt.