Bergdietikon/Dietikon

Ein Häufchen aus Häufchen: Verwesende Kotsäckli stören die Idylle

Dank dieser Erinnerung soll das Kot-Deponieren aufhören.

Dank dieser Erinnerung soll das Kot-Deponieren aufhören.

An der Fröhlichstrasse beim Wiesental wurden etwa ein Dutzend Robidog-Säckli auf einem Stein deponiert.

Die Fröhlichstrasse an der Grenze von Dietikon und Bergdietikon wird von Fussgängern, Velofahrern, Kindern, Erwachsenen und Tieren benutzt. Doch der Anblick, mit dem Passanten kürzlich konfrontiert wurden, war keineswegs erfreulich. Auf einem Stein am Strassenrand lagen etwa ein Dutzend Robidog-Säckli. «Ich fahre dort immer mit dem Velo durch. In letzter Zeit habe ich die Beutel vermehrt auf dem Boden gesehen», sagt die Urdorferin Sandra Perler, die ihr Naturkosmetikinstitut im Gesundheitszentrum Wiesentalpark hat.

Auch auf einem Stein bei der Kantonsgrenze sei schon ein Säckli gelegen. Als Perler jedoch vergangenen Montag auf dem Weg zur Arbeit war, machte sie einen unappetitlichen Fund. Eine unbekannte Person hatte über das Wochenende mehrere Hundekotbeutel deponiert oder in guter Absicht zusammengesammelt. «Das sah einfach grusig aus. Die Säckli waren sogar in verschiedenen Verwesungsstadien», sagt Perler.

«Wir müssen Sorge tragen»

«Die Fröhlichstrasse ist ein Weg für die Fussgänger», sagt sie, «eine schöne, idyllische Zone.» Es wäre schade, wenn man eines der Erholungsgebiete in Dietikon auf diese Art verschmutzen würde. Die Kotbeutel seien nicht das einzige Problem. So würde auch vermehrt Abfall nicht richtig entsorgt werden. «Der Anblick ist unangenehm.» Es sei im Interesse des Gesundheitszentrums, wenn die Umgebung sauber aussehe. «Wir müssen alle versuchen, Sorge zu unserer Umwelt zu tragen.»

Auf freundliche und ruhige Art

Zuerst wollte Perler die Robidog-Säckli einfach entsorgen. Sie entschied sich jedoch dagegen und legte zusammen mit ihren Kolleginnen des Gesundheitszentrums eine kleine Erinnerung an die Hundebesitzer hin: «Danke, dass Sie Ihre Robidog-Säckli korrekt in den dafür bestimmten Kübeln entsorgen.» Beendet wurde die Botschaft mit einem Smiley. Laut Perler wird mehr erreicht, wenn man auf eine freundliche und ruhige Art zu kommunizieren versucht.

Perler hofft, dass die Beutel nun weggenommen und entsorgt werden. Es habe genug Kübel für die Hundekotbeutel in der Nähe. «Man möchte manchmal nicht mit dem Säckli rumlaufen. Es kurz abzustellen, ist kein Problem», sagt sie, «man soll es einfach anschliessend wieder mitnehmen und richtig entsorgen.»

Durch die schriftliche Erinnerung würden die Säckli möglicherweise entfernt, hofft sie. Und sonst hinterlasse sie die Nachricht ein weiteres Mal. «Der schöne, alte Pflastersteinweg soll uns erhalten bleiben. Es ist eigentlich ein Privatweg, aber die Allgemeinheit darf ihn benutzen.» Perler nimmt es aber locker: Wenn die Beutel nicht entfernt werden, dann wird sie sie einfach selbst entsorgen. Beschwerde einzureichen, sei jedoch übertrieben. Sie glaubt an den Zettel und dessen Wirkung. «Ich zähle auf den guten Willen und die Kooperationsbereitschaft aller.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1