Schlieren
Ein Grundstein mehr im Rietpark: Der neue Stadtteil wächst rasant

Im Rietpark wurde der Grundstein für 84 neue Wohnungen gelegt – bezugsbereit sind sie im Jahr 2020

Manuela Moser
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In der Kiesgrube: Bauherr Martin Geistlich (Mitte) und der Schlieremer Hochbauvorstand Stefano Kunz (ganz rechts).

In der Kiesgrube: Bauherr Martin Geistlich (Mitte) und der Schlieremer Hochbauvorstand Stefano Kunz (ganz rechts).

Nördlich des Bahnhofs Schlieren entwickelt sich die Stadt zurzeit rasant: Gestern fand der Start für eine weitere Etappe im Rietpark auf dem Geistlich-Areal statt. In der Baugrube des Neubaus an der Engstringerstrasse 5 wurde in Anwesenheit von etwa 80 Gästen, Behördenvertretern und Projektbeteiligten die feierliche Grundsteinlegung begangen.

Bis 2020 entstehen auf dem ehemaligen Industriestandort insgesamt 84 21/2- bis 41/2-Zimmer-Wohnungen, die laut Bauherrin Geistlich Immobilia AG «hohe Ansprüche an Architektur und Design» erfüllen. «Die Mietobjekte richten sich an ein architekturaffines Publikum und bewegen sich im mittleren Preissegment», führte Bauherr Martin Geistlich auf Anfrage aus. Deshalb erfolgt die Vermarktung unter dem Motto «more & style». Bereits seit einem halben Jahr befinden sich die beiden ebenfalls 2020 bezugsbereiten Gebäude der aktuellen zweiten Etappe im Bau. Mit diesen richtet sich Geistlich Immobilia vorwiegend an Familien und Junge. 78 Alterswohnungen und ein Pflegezentrum, betrieben von Tertianum AG, rundet das generationenübergreifende Projekt schliesslich ab. Grundlage aller Gebäude bildet ein privater Gestaltungsplan.

Auch Dächer werden genutzt

Im Erdgeschoss des neusten Mietobjekts sollen dereinst auch Gewerbe-, Gastronomie- und Büroflächen auf insgesamt 1200 Quadratmetern entstehen. Der von den Zürcher E2A-Architekten geplante Bau sieht zudem einen Kindergarten vor, der zusammen mit der Stadt Schlieren geplant wird. «Der Neubau nimmt eine prominente Funktion im Rietpark ein – viele Pendler werden vom Bahnhof aus hier vorbei täglich in ihre Quartiere laufen – unser Neubau soll deshalb auch eine öffentliche Aufgabe wahrnehmen und das Eingangstor zum Rietpark darstellen», so Geistlich weiter. Deshalb bemühe man sich, im Erdgeschossen nicht einfach nur Privatwohnungen zu bauen. «Vielmehr soll das Parterre einen Bezug nach aussen herstellen.» Namen von Gewerbe- oder Restaurantbetreibern kann Geistlich noch nicht nennen, doch bemühe man sich, einen Gastronomen zu finden, der nebst einem Restaurant im Neubau ebenfalls die Buvette – den kleinen Kiosk im Rietpark – betreibe. Dazu wird eines der zwei kleinen historischen Gebäude im Rietpark, noch aus den Zeiten der Leimfabrik Geistlich, umgebaut.

Als Besonderheiten gelten die 15 Dachgärten, die von den Mietern individuell gemietet und genutzt werden können. «Das Urban Gardening liegt ja im Trend», so Geistlich, «und ist gleichzeitig eine Reminiszenz an die Schrebergärten, die einst auf dem Areal ansässig waren.» Ursprünglich wurde das Projekt von E2A-Architekten in einem Wettbewerb auserkoren und in Begleitung der Stadt Schlieren weiterentwickelt. Geistlich: «Das Baufeld an der Engstringerstrasse unmittelbar neben dem Bahnhof ist durch seine besondere, solitäre Lage im Geistlich-Areal gut für eine Wohnungsnutzung geeignet.» Hübscher Zusatz: Weil das Gebäude einen U-förmigen, sich zum Park öffnenden Grundriss aufweist, erhalten sämtliche Wohnungen Sicht auf den Park.

Im Anschluss an die gestrigen Feierlichkeiten ging es auf die Wiesn-Gaudi, um bei Speis und Trank auf die Zukunft des Rietparks anzustossen.

Visualisierung. So soll das Projekt im Endstadium aussehen.

Visualisierung. So soll das Projekt im Endstadium aussehen.

zvg