Schlieren
Ein Gefühl zwischen Freude und Angst für Eltern und Kinder

Die Nervosität ist allen anzusehen, den neuen Schülern, aber auch den Eltern. Im Schlieremer Schulhaus Hofacker machen 23 Schülerinnen und Schüler den Schritt in die Schule.

Florian Niedermann
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Schulstart in Schlieren

Schulstart in Schlieren

Limmattaler Zeitung

Bereits um 7.50 Uhr morgens bildet sich vor dem Schulhaus Hofacker in Schlieren eine Traube von Menschen. Nervosität macht sich breit - unter den Kindern wie auch den Erwachsenen. Während sich die Eltern unterhalten, formieren sich bereits erste Gruppen von Schülern, die von ihren Sommerferien erzählen und herumalbern.

Einige Kinder sehen eher ängstlich aus, ein kleines Mädchen weint. Dann um 8.10 Uhr erlöst der Schulgong die Erwachsenen: Es ist Schulbeginn. Für 23 Schülerinnen und Schüler beginnt an diesem Montag im Schulhaus Hofacker der Ernst des Lebens.

Lernen und nicht nur spielen

Sie sei sehr nervös, erklärt Laura Varrese, die ihren 6-jährigen Sohn Francesco an seinem ersten Schultag im «Hofi» begleitet. «Die Schule ist halt doch etwas Anderes als der Kindergarten. Hier wird gelernt und nicht nur gespielt», sagt sie.

Schulleiterin Verena Kocher erklärt, es sei normal, dass sich in den letzten Tagen vor Schulbeginn eine gewisse Nervosität bei Erwachsenen und Kindern einstelle: «Unsere Lehrerinnen und Lehrer sind für ihre Fragen immer die ersten Ansprechpersonen. Aber auch ich habe eine offene Bürotüre.»

Schulversuch: Starke Lernbeziehungen

Die Schuleinheit Hofacker ist eine von fünf Schulen im Kanton, die durch die Bildungsdirektion für den Schulversuch «Fokus starke Lernbeziehungen» ausgewählt wurde. Ziel dieses Schulversuchs ist es, die Zahl der an einer Klasse tätigen Lehrpersonen zu reduzieren. Erreicht werden soll dieses Ziel durch die Umlagerung von Unterstützungs- und Fördermassnahmen in die Regelkasse. Vorgesehen ist, dass zwei Lehrpersonen möglichst alle Fächer unterrichten und teilweise auch Unterstützungs- und Fördermassnahmen übernehmen. Hinter diesem Projekt steht die Idee, dass eine grosse Anzahl Lehrpersonen an einer Klasse zu einer erhöhten Belastung der Schüler und Lehrpersonen führen kann.

Im «Hofi» änderte sich gestern nicht nur für die eingeschulten Kinder viel - auch die Lehrpersonen arbeiten seit diesem Schuljahr unter neuen Bedingungen. Das Schulhaus Hofacker gehört zu jenen fünf Schuleinheiten, die von der kantonalen Bildungsdirektion für den Schulversuch «Fokus starke Lernbeziehungen» ausgewählt wurden (siehe Box).

Kocher ist deswegen aber nicht beunruhigt: «Wir haben im Vorfeld viel Vorbereitungsarbeit geleistet. Dazu werden unsere Lehrkräfte vom pädagogischen Praxiszentrum Uster im Hinblick auf ihre Aufgabenstellung weitergebildet.»
776 Kindergärtler eingeschult

Insgesamt sind im Bezirk Dietikon auf das neue Schuljahr 2013/2014 776 Kinder vom Kindergarten in die Primarschule übergetreten, wie das Volksschulamt auf Anfrage mitteilt. Darunter sind 401 Mädchen und 375 Knaben.