Weiningen
Ein Festumzug in Weiningen lässt zum Jubiläum alte Zeiten aufleben

Das Rebblüetefäscht Weiningen feiert das 20-Jahr-Jubiläum – eine grosse Parade blickt zurück auf 30 Jahre. Mit Sujets von früher, wie OK-Präsident Hans-Heinrich Haus verspricht.

carla stampfli
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Vom Säulirennen und Alphornquartett über Oldtimer bis hin zu Trachten- und Tanzgruppen: 30 Attraktionen sind am Jubiläumsumzug des Rebblüetefäschts in Weiningen insgesamt mit am Start. Die Parade wird nicht nur gross und attraktiv, sondern bei dem einen oder anderen Besucher auch ein «Weisch no..» entlocken. «Es werden alles Sujets präsent sein, die in den vergangenen 20 Jahren mit dabei waren», sagt Hans-Heinrich Haug, OK-Präsident des Rebblüetefäschts.

Bereits beim 10-jährigen Jubiläum hat man einen Festumzug durchgeführt. «Das war damals ein Riesenerfolg», sagt Haug und fügt mit einem Schmunzeln an: «In diesem Jahr wird das auch der Fall sein.» Am Sonntagnachmittag wird der Jubiläumsumzug zweimal durchs Dorf ziehen und Erinnerungen an vergangene Feste aufleben lassen.

Haug, der seit 2005 OK-Präsident ist, blickt gerne zurück: «Ob es nun heiss war oder kalt, wir haben immer nur gute Feste gehabt.» In der Regel seien alle zufrieden gewesen und aus finanzieller Sicht habe man stets «vernünftig abrechnen» können. Negativ aufgefallen seien einzig die Vorfälle von Vandalismus, die es immer wieder gegeben habe. Solche Ereignisse würden jedoch nicht zunehmen, sagt Haug. «Die Sicherheit rund um das Festgelände ist in den Jahren besser geworden.»

Nicht noch ein Herbstfest

Die Idee, ein Rebblüetefäscht durchzuführen, ist in den frühen 1990er-Jahren entstanden: Die Rebberggenossenschaft wollte den Dorfbewohnern den Weininger Wein näherbringen. Weil es schon vielerorts Herbstfeste gab, habe man nicht auch noch ein solches organisieren wollen, so Haug.

Ein Genossenschaftler habe dann erfahren, dass es in Deutschland ein Rebblütenfest gibt. Obwohl die Rebblütenzeit für die Weinproduzenten sehr intensiv sei, habe man beschlossen: «Doch, wir machen das.» Schliesslich fand 1995 das erste Fest in Weiningen statt. Damals verlief das Gelände von der «scharfen Ecke» – der Verzweigung Dietikoner- und Badenerstrasse – rund 200 Meter durch das Unterdorf. «Bereits zwei, drei Jahre später zog es sich bis zum Restaurant Linde», erinnert sich Haug.

Mittlerweile hat sich das Rebblüetefäscht zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Und für die Dorfgemeinschaft sei das Fest nicht einfach ein x-beliebiges: «Es läuft viel auf den Strassen. Man begegnet sich und kehrt immer wieder an einem anderen Ort ein», sagt der OK-Präsident. «Das ist das Schöne am Rebblüetefäscht.»

Nebst dem Umzug verleihen in diesem Jahr auch vierzehn «Rebhüsli» dem Jubiläumsfest Farbe: Die Holzhäuschen konnten im Vorfeld gekauft und nach Belieben gestaltet werden; das Schönste wird am Sonntagnachmittag prämiert. «Man darf gespannt sein, was man für Häuschen sehen wird», freut sich Haug. Auch er wird, nebst einem eigenen Weinstand, ein «Rebhüsli» aufstellen – bemalt hat es seine Frau Dora.

2015 ist das Turnfest an der Reihe

Während des Fäschts wird Haug alle Hände voll zu tun haben. So muss er sowohl den Festablauf als auch den Weinstand im Auge behalten. Mittlerweile habe er aber Routine und sei nicht mehr nervös. «Am Sonntagabend, wenn dann alles gut gelaufen ist, kann ich aufatmen.»

Nach den Aufräumarbeiten wird er sich eine längere Auszeit gönnen: Weil im nächsten Jahr der TV Weiningen das Turnfest des Regionalverbands Glatt-, Limmattal und Zürich durchführt, wird das Rebblüetefäscht nicht stattfinden. «2016 wollen wir aber ganz sicher weitermachen», sagt Haug.