Sie soll ein «Leuchtturmprojekt mit landesweiter Ausstrahlung» werden, hiess es an der Gründungsveranstaltung: Die Rede ist von der sogenannten «Regionalen Projektschau Limmattal». Mit ihr wollen die Kantone Zürich und Aargau und bisher 13 Gemeinden und Städte aus der Region Grenzen überwinden – und das erwartete Wachstum zusammen gestalten.

So soll eine gemeinsame «Limmattaler Identität» jenseits von Gemeinde- und Kantonsgrenzen entstehen. Eine weitere Weiche für dieses Vorhaben hat der Zürcher Regierungsrat nun gestellt: Er unterstützt den im November gegründeten Verein mit 400000 Franken aus dem Lotteriefonds, wie er am Donnerstag mitteilte.

Grünes Licht für Startphase

Vereinspräsidentin Brigitta Johner freut sich sehr über die Geldspritze des Kantons Zürich, die zusammen mit einem bereits gesprochenen Beitrag des Kantons Aargau im selben Umfang den definitiven Startschuss für das Projekt bedeutet. «Nun, da die Finanzierung der Aufbauphase gesichert ist, können wir endgültig mit unseren Aktivitäten beginnen», sagt die Urdorfer Alt-FDP-Kantonsratspräsidentin.

Zuerst geht es nun an die Gründung einer Geschäftsstelle, die den operativen Teil der Projektarbeit übernehmen wird. Welche Ideen konkret umgesetzt werden, wird jedoch erst 2019 bekannt. «Bis dahin wird ein Handlungsprogramm im kooperativen Verfahren erarbeitet und ein Projektaufruf mit einer Qualifizierung der eingereichten Projekte durchgeführt», so Johner. Im Zentrum stünden dabei «generationsübergreifende Fragestellungen zur Siedlungsentwicklung, zu Erholungsnutzungen und Landschaftsräumen».

Für die Umsetzungsphase, die danach beginnt, werden weitere Gelder nötig. Die Gesamtkosten für die ersten fünf Jahre bezifferte der Verein an seiner Gründungsveranstaltung auf 2,2 Millionen Franken. Daran beteiligen sich neben den beiden Kantonen auch die Mitgliedsgemeinden: mit je 50 Rappen pro Einwohner. Zurzeit arbeite man daran, weitere Gemeinden aus der Region für den Verein zu gewinnen, sagt Johner.

Auch Karl bekommt Geld

Die Regionale Projektschau ist nicht das einzige Projekt, das von den Geldern des Lotteriefonds profitiert: Insgesamt verteilt der Regierungsrat laut Mitteilung knapp 3,3 Millionen Franken an 20 gemeinnützige Projekte: so etwa die Theatergruppe «Karls Kühne Gassenschau» oder die Stiftung der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich.