Unterengstringen

Ein Dorf sagt dem Winter mit Böllern und Böögg-Verbrennen Ade

Am symbolträchtigen Frühlingsbrauch «Mittefasten» feiert Unterengstringen den Beginn des Frühlings. Höhepunkt des dreitägigen Festes ist das Verbrennen des Böögs. Ihm wurde am Sonntagabend der Garaus gemacht.

Kultur, Sport, Musik, Feuerwerk und Geselligkeit prägten auch dieses Jahr den symbolträchtigen Unterengstringer Frühlingsbrauch «Mittefasten». Denn nicht nur in Zürich auch weiter Limmat abwärts wird dem Winter alljährlich mit Feuer und Lärm der Garaus gemacht.

Höhepunkt des dreitägigen Festes ist das Verbrennen des Bööggs am Sonntagabend. Doch auch das gesamte Wochenende hindurch bot Mittefasten für jeden etwas. Gestartet wurde am Freitag mit einer Abendunterhaltung. Am Samstag standen das Holzsammeln, die Bürgeraufnahme und eine weitere Abendunterhaltung fest auf dem Programm.

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Der Bögg wird verbrannt

Alles dreht sich um Fussball

Früh aufstehen musste, wer am Sonntag den Beginn des Böllerschiessens an der Limmat erleben wollte. Dieses begann traditionsgemäss um sechs Uhr in der Früh. Wer ausschlafen wollte, begab sich um 10 Uhr an den Limmatdamm. Dort wurden unter den Augen des Böögg gratis Bratwürste verteilt.

In der Sporthalle Büel drehte sich derweil alles um den Fussball. Dort bestritten die Jüngsten packende Spiele. In der nahe gelegenen Bibliothek lockte ein Bistro-Betrieb. Nach einem kurzen Spaziergang erreichte man das Ortsmuseum, wo der 40. Geburtstag der Unterengstringer Marionettenbühne mit einer Vernissage zur neuen Ausstellung gefeiert wurde. Die Schützen trafen sich im Schützenhaus zum «Mittefasten»-Schiessen.

Feuerwerk vom Brienzersee

Für derlei Unterhaltung hatte Daniel Meier keine Zeit. Beim Feuerwehrdepot installierte er zusammen mit seinen Leuten das Feuerwerk für den Abend. Seit 35 Jahren gehört Meier zu den Feuerwerkern. Und seit 16 Jahren ist der Naturwissenschafter Feuerwerksmeister der Mittefastenkommission. «Uns liefert die Firma Hans Hamberger aus Oberried am Brienzersee die Feuerwerkskörper», sagte er.

«Aus Sicherheitsgründen dürfen die Zünder noch nicht an den Bomben sein», hielt Meier fest, während er mit seiner Arbeit fortfuhr. Sobald die Bomben in die gelben Mörser abgefüllt seien, würden sie mit Plastik zugedeckt, damit sie nicht nass werden. «Später stellen wir das rund 30000 Franken teure Feuerwerk auf dem Damm auf und fixieren es. Die einzelnen Gruppen verbinden wir schliesslich mit dem Zündkasten», erläuterte Meier.

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