Auch bei den turnerischen Darbietungen griffen die einzelnen Riegen ziemlich tief in die helvetische Klischeekiste. Bereits die Gruppe Eltern-Kinder bewegte sich fröhlich-munter auf einer Kuhwiese. Und das Kinderturnen nahm mit ihrer Nummer «Räge Räge Tröpfli» das nicht immer allzu strahlende schweizerische Wetter auf die Schippe.

Musik aus der Schweiz

Zwischen den einzelnen Nummern frönten einzelne Turnerinnen und Turner der Schauspielkunst und machten sich über dies und das lustig. So bestiegen sie zum Beispiel Berge, gaben einem unkundigen Amerikaner Auskunft oder frotzelten beim Kaffee über die weltberühmte Schweizer Schokolade.

Die Kleinen der Meitliriege trafen einheimische Musiker. Die Meitli-Riege bestieg Berge und Barren. Die quirligen Jugendriegler freuten sich am Älplerfäscht. Zur Musik von Mani Matter liessen die Leichtathleten den Wilhelm Tell mitsamt dem Apfelschuss auferstehen. Die Aktiven freuten sich am flotten Turnfest, während die Damen-Riege zur Musik aus der Schweiz tanzte. Überhaupt: Die Melodien zu den einzelnen Auftritten stammten ausschliesslich von Schweizer Musikern, die damit dem Motto «Typisch Schwiiz» den akustischen Teppich legten.

Ein Aufwand, der sich lohnt

Der 15-jährige Lukas Dittli turnt schon seit über zehn Jahren bei der Jugi: «Es machte mega Spass, dass ich den Schulterstand am Barren so lange halten konnte.» Sie hätten seit den Herbstferien vorwiegend für dieses Turnerchränzli geübt, so der zukünftige Landschaftsgärtner. Der 13-jährige Kantischüler Rafael Saxer sagte nach dem Chränzli: «Der rote Faden zu diesem Anlass stammt weitgehend von mir.» Das Motto ausgewählt und das Ganze ausgearbeitet habe dann aber ein Organisationskomitee. Dazu gehörte auch die Vizepräsidentin Yvonne Dittli: «Obschon der Aufwand für das alljährliche Turnerchränzli recht gross ist, lohnt es sich auf alle Fälle.» Denn die rund hundert Kinder und Jugendlichen seien jeweils vor ihrem Auftritt auf der Bühne ganz kribbelig.