Dietikon

Ein bronzener Hase hoppelt ins Limmattal - Der Stadtentwicklungsdialog Dietikon wurde ausgezeichnet

Das Studio Dietikon ermöglicht den Austausch mit der Bevölkerung. Nun wurde der Stadtentwicklungsdialog mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Das Studio Dietikon ermöglicht den Austausch mit der Bevölkerung. Nun wurde der Stadtentwicklungsdialog mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Die Zeitschrift «Hochparterre» suchte «die Besten 2019» und wurde im Limmattal fündig. Der dritte Preis geht an das Studio Dietikon.

Das Studio Dietikon gehört zu den Besten im Jahr 2019: Zu diesem Schluss kommt eine fünfköpfige Jury der Zeitschrift «Hochparterre». In der Kategorie «Landschaftsarchitektur» holte sich der Stadtentwicklungsdialog den dritten Platz. Dieser ist in Zusammenarbeit mit dem Basler Büro Denkstatt entstanden. Es ist nach dem Stadtlandpreis, den Dietikon 2018 für das «Leitbild Stadtboulevard» abräumte, nun eine weitere Auszeichnung der Architekturzeitschrift für den Bezirkshauptort. Neben dem Studio Dietikon war auch die Ideenplattform Regionale Projektschau Limmattal, kurz Regionale 2025, in der Kategorie «Landschaftsarchitektur» nominiert. Sie ging aber leer aus. Mitte November wurde das fünfzigseitige Buch «Werkzeugkasten für die Freiraumentwicklung in Dietikon» im Studio Dietikon vorgestellt. Darin sind die Resultate enthalten, die sich aus dem direkten Dialog mit der Bevölkerung ergeben hatten. Für den gesamten Prozess des Stadtdialogs gab es nun den Preis.

Preiswürdig sind die Rückkoppelungseffekte

Seit 1993 vergibt «Hochparterre» jährlich im Dezember drei verschiedene Preise: Den goldenen, silbernen und bronzenen Hasen gibt es nicht nur für «Landschaftsarchitektur», sondern auch in den Kategorien «Architektur» und «Design» zu gewinnen. Zudem wurde in diesem Jahr neu der Kaninchenpreis für junge Architektur vergeben. Es sei das erste Mal, dass ein Preis für eine solche Vermittlungsplattform übergeben werde, sagte Roderick Hönig, Juryleiter «Hochparterre»-Redaktor. «Solche Projekte für eine Vermittlung zwischen den Interessengruppen gibt es in vielen Städten, aber einzigartig an der Plattform Studio Dietikon ist die Art und Weise, wie das Mitwirkungsverfahren gestaltet wurde.» So habe der Dialog Stadtentwicklung einen Austausch auf eine originelle Weise ermöglicht. Es wurden auch Bevölkerungsgruppen involviert, die sich nicht per se mit den Themen der Stadtentwicklung verbunden fühlten, fasst Hönig das Fazit der Jury zusammen. Dies sei besonders, weil in vielen ähnlichen Projekten zu beobachten sei, dass sich oft immer die selben Bevölkerungsgruppen involvieren liessen. Zudem habe dieses Format Neues ausprobiert und so sei auch die Prozesshaftigkeit der Vermittlungsplattform hervorzuheben: «Die Resultate sind quasi aus einem lernenden Prozess entstanden. Das heisst, wenn etwas herausgefunden wurde, oder wenn ein neuer Input aus der Bevölkerung kam, dann konnte dieser in die nächste Diskussion einfliessen.» Auch solche Rückkoppelungseffekte mache den Stadtentwicklungsdialog preiswürdig, so Hönig.

Der Dialog mit der Bevölkerung wurde mit der Plattform Studio Dietikon auf verschiedene Weise geführt: Im Februar wurden einzelne Stimmen in einem Film festgehalten. Zudem wurden zwei Workshops durchgeführt, um mit der Bevölkerung über die Wünsche und Bedürfnisse für die Gestaltung von Freiräumen zu diskutieren. Der Preis sei der Lohn für das grosse Engagement, das im vergangen Jahr vom gesamten Team im Studio Dietikon geleistet wurde, sagt Severin Lüthy, Leiter des Stadtplanungsamt Dietikon. Auch er war gestern an der Preisverleihung im Museum für Gestaltung in Zürich zugegen. «Der Preis geht in erster Linie aber auch an die Verfasser und damit an Denkstatt und nicht nur an die Stadt Dietikon als Auftraggeberin», betonte er. Die Firma sei im gesamten Prozess der Dialog Stadtentwicklung involviert gewesen. «Wir haben zunächst gar nicht gewusst, dass wir nominiert wurden.» Ab heute ist eine Ausstellung im Zürcher Museum für Gestaltung den Gewinnern aus allen Kategorien gewidmet. Diese Ausstellung dauert noch bis zum 5. Januar 2020.

Autor

Cynthia Mira

Cynthia Mira

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