Die Treppe am oberen Ende der Verbindung Leemanstrasse–Kampstrasse weise grosse Schäden auf, sagte Gemeinderätin Jolanda Lionello (SP) in der Fragestunde des Parlaments und fügte an, dass es ein Wunder sei, dass sich dort noch niemand verletzt habe. Sie wollte wissen, wann die Treppe saniert und nicht nur repariert wird. Werkvorstand Stefano Kunz erklärte, es seien bereits Sofortmassnahmen vorgenommen worden. Eine umfangreiche Sanierung sei für nächstes Jahr geplant.

Priska Randegger (FDP) wollte wissen, ob Schlieren plane, die Krankenkassenbeiträge für Sozialhilfeempfänger wie in anderen Limmattaler Gemeinden direkt an die Krankenkasse zu zahlen. Ressortvorstand Alter und Soziales Christian Meier antwortete, dass dies bereits seit dem 1. Januar 2014 der Fall sei.

FDP-Gemeinderat John Daniels wurde kürzlich von einem Jungunternehmer gefragt, wann der Herbstmarkt stattfinde. Daniels wies in der Fragestunde darauf hin, dass diese Information weder auf der Website noch auf der App der Stadt Schlieren vermerkt sei. Er erkundigte sich, wer für den Unterhalt des Veranstaltungskalenders verantwortlich sei. Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin antwortete, dass der Herbstmarkt seither eingetragen wurde und die Frage somit bereits einen Effekt gehabt habe. Er merkte an, dass jeder Veranstalter selber für die Einspeisung der Informationen verantwortlich sei. Die Anleitung dazu sei online zu finden. Von der Kommunikationsstelle der Stadt würden nur die Anlässe aufgeschaltet, die in der Kompetenz der Stadt liegen.

Der Stadtrat hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die eine Nutzungsstrategie für das Zentrum und ein Konzept für Zwischennutzungen erarbeiten soll. Béatrice Miller (SP) wollte wissen, wie der Stand der Planungsarbeiten ist. Bauvorstand Markus Bärtschiger verwies darauf, dass er dieser Arbeitsgruppe vorstehe. Er könne noch nicht sagen, wann der Strategieprozess abgeschlossen sei. Zurzeit sei man auf der Suche nach Fachleuten, welche die Fachgruppe beraten können.

Die Stadt Schlieren trägt das Label Energiestadt. Andreas Kriesi (GLP) wollte wissen, ob bei der nächsten Erneuerung dieses Labels ein Schritt weiter gemacht und das Label «Energiestadt Gold» angestrebt werden könnte. Bauvorstand Markus Bärtschiger erklärte, dass dieses Thema im Gremium noch nicht besprochen worden sei. Erst gehe es darum, auf dem aktuell guten Niveau zu bleiben.

An der Wiesenstrasse stehe eine Parkuhr, die zwar noch funktionstüchtig aber ausser Betrieb sei, stellte EVP-Gemeinderat Erwin Scherrer fest. Zudem gebe es eine Fussgängerinsel, die als «Bushaltestelle Bahnhof Nord» bezeichnet sei – dieses sei ebenfalls ausser Betrieb. Das trage nicht zu einem positiven Image Schlierens bei, sagte er. Sicherheitsvorsteher Pierre Dalcher verwies darauf, dass die Parkuhr noch in Betrieb sei. Und auch die Verkehrsinsel werde voraussichtlich wieder in Betrieb genommen. Der Bus 307 wurde wegen der Arbeiten am Färbi-Areal umgeleitet und soll nach dessen Fertigstellung wieder über die Wiesenstrasse verkehren. So sei es zumindest geplant, sagte Dalcher.

Wie viel Franken gibt die Stadt für die Telefonie aus? Markus Weiersmüller (FDP) wollte es genau wissen: Prompt las ihm Finanzvorsteherin Manuela Stiefel die Telefonkosten der Stadt der vergangenen zwei Jahre aufgesplittet nach Anbieter sowie nach Festnetz- und Mobilabonnements vor. Im Jahr 2012 gab die Stadt demnach total 156 000 Franken aus, ein Jahr später waren es rund 160 000 Franken.

Am Abstimmungssonntag vom 18. Mai trafen die Resultate der Stadt Schlieren als letzte beim kantonalen statistischen Amt ein. Dies bewog SP-Gemeinderätin Béatrice Miller zu fragen, wie es dazu kommen konnte. Stadtpräsident Toni Brühlmann merkte an, dass die Resultate um 16 Uhr eingetroffen seien und somit noch im kantonalen Zeitrahmen gelegen seien. Ausserdem zähle nicht die Zeit, sondern die Qualität der Ergebnisse. Am 9. Februar seien zu viele Personen zum Stimmenzählen eingeladen worden, sodass sich diese gelangweilt hätten, so Brühlmann. Am letzten Abstimmungssonntag vom 18. Mai wurden weniger Leute rekrutiert, was «noch nicht zur vollen Befriedigung funktioniert hat», sagte er.

Ende 2013 wurde Stadtschreiberin Ingrid Hieronymi zur Datenschutzbeauftragten ernannt. Gaby Niederer (QV) monierte jedoch, dass dieses Amt laut kantonalen Zürcher Gesetz nicht mit einer Anstellung beim Kanton, dem Bezirk oder der Gemeinde vereinbar sei. So fragte sie, ob eine spezielle kommunale Regelung in Schlieren diese Sonderstellung Hieronymis rechtfertige. Stadtpräsident Toni Brühlmann bestätigte, dass Niederers Feststellung korrekt sei. Bei der letzten Revision der Gemeindeordnung sei diese Diskrepanz jedoch nicht bemängelt worden. Werde sie das nächste Mal überarbeitet, bespreche man diesen Punkt. Der Stadtpräsident gab jedoch zu bedenken, dass personelle Ressourcen erfordern würde, wenn man die kantonalen Richtlinien übernehme.

Wie viele Asylbewerber beschäftigt die Stadt Schlieren? Andreas Kriesi (GLP)stellte diese kurze und knappe Frage, worauf er von Stadtpräsident Toni Brühlmann eine kurze Antwort bekam: «Eine Person, im Ressort Werke, Versorgung und Anlagen.»

Littering im Stadtpark ist Walter Jucker (SP)ein Dorn im Auge. Er wollte wissen, was der Stadtrat dagegen mache. Werkvorstand Stefano Kunz sagte, das Problem sei bekannt. Littering könne jedoch nicht immer vorhergesehen werden, was dessen Bekämpfung in Bezug auf die Personalplanung schwierig mache.