Dietikon
Ein «bequemer Stuhl» für den «höchsten Dietiker»

Der neue Gemeinderatspräsident René Stucki (SP) hat drei Wünsche: Toleranz und Respekt in der Politik, mehr Humor im Parlament und das Augenmerk aller Ratsmitglieder auf den Interessen der Stadt.

Daniel Winter
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Das neue Präsidium: René Stucki (M.), Pius Meier (l.), Stephan Wittwer. wi

Das neue Präsidium: René Stucki (M.), Pius Meier (l.), Stephan Wittwer. wi

Limmattaler Zeitung

Sesselrücken auf dem «Bock» des Dietiker Stadtparlaments: Der Gemeinderat hat gestern Abend René Stucki (SP) zum Präsidenten für das Amtsjahr 2011/12 gewählt. Stucki, bisher 1.Vize, löst Werner Hogg (FDP) ab, der das Parlament in den letzten zwölf Monaten präsidierte. Der neue «höchste Dietiker» erhielt, bei einem leeren Wahlzettel, 30 von 31 möglichen Stimmen.

Zum 1.Vizepräsidenten rückte turnusgemäss der bisherige 2.Vize, Pius Meier (CVP), auf. Meier wurde mit 22 Stimmen gewählt. Von den 31 abgegebenen Wahlzetteln waren 6 leer und 2 ungültig. Neuer 2.Vizepräsident des Dietiker Gemeinderats ist Stephan Wittwer (SVP). Auf ihn entfielen 29 Stimmen. 2 der 31 abgegebenen Wahlzettel gingen leer ein.

Werner Hogg wünschte seinem Nachfolger im Amt des Gemeinderatspräsidenten alles Gute. René Stucki erwiderte, er wisse zwar noch nicht, was auf ihn zukomme, konstatierte nach seinem Platzwechsel aber, der Stuhl sei auf jeden Fall «sehr bequem».

In einem kurzen Rückblick auf sein Präsidialjahr erklärte Hogg, obwohl er in Dietikon aufgewachsen sei, habe er in der Funktion als «höchster Dietiker» viel Neues und Sehenswertes in der Stadt kennen gelernt. Die Aufgabe sei in jeder Hinsicht spannend und bereichernd gewesen.

Drei Wünsche und Anliegen habe er für sein Amtsjahr, wandte sich René Stucki zum Schluss der konstituierenden Sitzung an seine Ratskolleginnen und -kollegen, bevor die Stadtmusik im Foyer des Stadthauses zu Ehren des Gemeinderats aufspielte. Erstens: Toleranz und Respekt in der Politik. Es gehe nicht darum, die eigenen politischen Werte und Vorstellungen aufzugeben, gefragt sei aber Offenheit gegenüber anderen Meinungen. Zweitens: Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier sollten stärker die Interessen der Stadt Dietikon in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Und drittens: Mehr Humor im Rat.