Dietikon

«Ein aussergewöhnlicher Lernort»: Der neue Doppelkindergarten Steinmürli ist eingeweiht

Eltern und Interessierte waren nach den feierlichen Ansprachen zu einem Rundgang durch die Räume des neuen Steinmürlis eingeladen.

Just in dem Moment als die Schulleiterin Simone Ackle-Lüchinger ans Rednerpult trat, um die Feierlichkeiten zum neuen Kindergarten Steinmürli zu eröffnen, fielen wieder vereinzelte Regentropfen vom Himmel. Die Kindergartenkinder, die davor gespannt auf ihren Einsatz warteten, bemerkten diesen anscheinend nicht und auch Ackle-Lüchinger liess sich nichts anmerken. In ihrer kurzen Einstiegsrede begrüsste sie sogleich die vor ihr versammelten Kinder, die das neue Schuljahr bereits im neuen Doppelkindergarten beginnen durften. Sie dankte auch der Dietiker Bevölkerung und speziell den Anwohnerinnen und Anwohnern für das aufgebrachte Verständnis während der lärmigen Bauphase.

Diese begann im November letzten Jahres mit dem Abriss des alten Kindergartens. Der Bau aus dem Jahr 1964 wies bauliche, energetische sowie betriebliche Mängel auf. Auch mussten damals viele Spielgeräte des Aussenraums aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Mit dem neu errichteten Gebäude, das diesen Sommer bezugsbereit war, konnte sich die Schule den lang ersehnten Wunsch eines Kindergartencampus erfüllen. Zu diesem gehören nebst dem Steinmürli und dem umgebauten Areal, auf dem nun zwei neue Klettertürme stehen, auch der bereits bestehende Kindergarten Sonnenhof. «Diese Anlage bietet so einen aussergewöhnlichen Lernort für uns alle», sagte Ackle-Lüchinger.

Für gute Arbeit braucht es eine gute Infrastruktur

Auch Schulvorstand Reto Siegrist (CVP) und Hochbauvorsteher Anton Kiwic (SP) sprachen zu den Gästen. Siegrist merkte an, dass wenn Lehrpersonen einen guten Job machten, ihnen auch eine gute Infrastruktur zur Verfügung stehen sollte. Mit dem neuen Doppelkindergarten könne man nun eine schöne und zweckmässige Infrastruktur bieten. Die Lehrpersonen seien es auch, die das Gebäude mit Leben füllen und ihm einen tieferen Sinn verleihen würden, fügte Kiwic an. Zudem hoffe er, dass sich die Kinder später erinnern mögen, an was für einem schönen Ort sie aufwachsen durften. Diese sangen gleich anschliessend ein erstes Lied.
Zu den weiteren Rednern des Abends gehörten Rafael Schmid vom zuständigen Architektenbüro und Daniela Saxer, Projektleiterin der Stadt Dietikon. Saxer gab zu, bei der Volksabstimmung über den neuen Kindergarten schon ein wenig gebibbert zu haben. Umso glücklicher sei sie dann mit dem Ausgang der Abstimmung gewesen. Die Bauphase sei wie geplant verlaufen und so konnten auch die Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden. «Entstanden ist nun ein freundlicher, moderner Kindergarten, der allen Kindern gute Erinnerungen an ihre erste Lernphase bescheren soll», sagt Saxer.

Mehr Raum und näher bei den anderen Kindern

In diesen Erinnerungen werden wahrscheinlich auch die beiden Kindergärtnerinnen Sabrina Potocnik und Aysu Demir vorkommen. Sie durften im Sommer das neue Steinmürli beziehen und haben sich bereits gut eingelebt. «Wir fühlen uns sehr wohl in dem neuen Gebäude», sagt Potocnik. Die beiden hatten bei der Gestaltung Mitspracherecht und richteten den Kindergarten nach ihren Wünschen ein. «Es wirkt deshalb sehr familiär und ich glaube, dass sich die Kinder darin sogar noch wohler fühlen als wir.» Die Kindergärtnerinnen sind froh, dass das Projekt jetzt abgeschlossen ist. «Das viele Zügeln war ein enormer Aufwand und auch ziemlich stressig», sagt Demir. Als der Start des neuen Schuljahrs immer näher rückte, wurde es zeitlich nochmals etwas knapp. Schliesslich sei man aber mit allem rechtzeitig fertig geworden. «Jetzt freuen wir uns über mehr Platz und über die Nähe zum Kindergarten Sonnenhof», sagt Demir. Und eins steht für die beiden jetzt schon fest: So schnell werden sie aus dem Kindergarten nicht mehr ausziehen.

Am Ende der Feier am Dienstagabend sangen die Kinder des Steinmürlis nochmals zwei Lieder und anschliessend waren alle Anwesenden auf eine Wurst vom Grill eingeladen.

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Autor

Sebastian Schuler

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