Urdorf/Schlieren
Ehre für Turi, den stillen Schaffer

Vor 15 Jahren fusionierten der CC Urdorf und der CC Schlieren. An der Jubiläums-GV des CC Limmattal wurde entsprechend gefeiert. Und: Der «ewige Präsident» Philipp Locher (60) machteeine Ankündigung.

Ruedi Burkart (Text und Foto)
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«Er ist für uns unbezahlbar.» Turi Imhof (rechts) nimmt die Gratulationen von Klubpräsident Philipp Locher entgegen.

«Er ist für uns unbezahlbar.» Turi Imhof (rechts) nimmt die Gratulationen von Klubpräsident Philipp Locher entgegen.

Ruedi Burkart

Artur Imhof ist 58-jährig, kein Mann der grossen Worte und dennoch seit Jahrzehnten nicht mehr aus der Limmattaler Curlingszene wegzudenken. «Unser Turi ist immer da, wenn es ihn braucht. Und darum gebührt ihm hier und heute einmal ein spezieller Dank.» Die Worte von CCL-Präsident Locher waren noch nicht ganz verhallt, da brandete auch schon Applaus der Anwesenden auf. Sie alle wissen, was sie an ihrem Turi haben. «Er sorgt bei den Junioren für ein perfektes Umfeld und treibt sie als Trainer immer wieder zu Höchstleistungen an», so Locher. Vor der Fusion im Jahr 2002 spielte Imhof schon viele Jahre beim CC Urdorf.

Der Geehrte selber nahm das präsidiale Präsent sichtlich gerührt entgegen und richtete seinerseits ein paar Worte an die Versammlung: «Ich freue mich jedes Mal wieder aufs Neue, in die Halle zu meinen Junioren zu kommen.» Sportliche Erfolge sind der eine Antrieb, eine «anständige Mannschaft» zu haben, der andere. «Das grösste Kompliment für Turis Arbeit machte mir einmal ein gegnerischer Trainer», so Boss Locher. Der Mann zeigte sich erstaunt darüber, dass die CCL-Junioren in einer fremden Halle freundlich Grüezi sagten. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. «Er sagte mir, dass seine Jungs bei fremden Spielern und Trainern nur auf den Boden schauen und weiter gehen.»

Finanziell ist man zufrieden

Zum Geschäftlichen: Im Vergleich zum letzten Vereinsjahr sank der Gesamtbestand um 12 auf neu 279 Mitglieder, wovon etwas mehr als die Hälfte aktive Spielerinnen und Spieler sind. Finanziell sieht die Lage zufriedenstellend aus. Der Klub mit einer Bilanzsumme von 1,65 Millionen Franken hat zwar einen kleinen Verlust eingefahren, konnte dafür die Hypothekarschulden für die eigene Eishalle um 40 000 Franken senken. Das Budget für das neue Vereinsjahr wurde laut Finanzchef Andy Feuz «optimistisch gestaltet» und sieht einen kleinen dreistelligen Gewinn vor.

Locher regelt seine Nachfolge

Philipp Locher ist seit 31 Jahren Vereinspräsident. Erst als Boss des CC Schlieren, seit der Fusion präsidiert er den CCL. «Ich habe mehr als mein halbes Leben an der Spitze des Klubs verbracht.» Und dann sagte der 60-Jährige: «Jetzt sehe ich einen Horizont für meinen Rückzug.» Es solle frischer Wind in den Klub kommen, valable Kandidaten für seine Nachfolge als Klubpräsident habe er bereits an der Hand. Und wann tritt Locher zurück? «Im Herbst 2016 feiern wir 50 Jahre Curling im Limmattal mit einem grossen Turnier. Dieses Jubiläum will ich noch an der Spitze miterleben.»

CC Limmattal, Vorstand 2014–2016

Philipp Locher (Präsident), Andy Feuz (Kassier), Danilo Bornacin (Aktuar, Sponsoring), Daniel Maurer (Spiko-Präsident), Bruno Zuber (Spielervertreter), Paul Seeberger (Hallenchef).