Urdorf

Ehemalige Kanti-Schüler blicken auf ihre Zeit an der Mittelschule zurück

Rektor Werner De Luca (ganz rechts) ueberreicht dem Autorenteam der Festschrift ein kleines Geschenk.

Rektor Werner De Luca (ganz rechts) ueberreicht dem Autorenteam der Festschrift ein kleines Geschenk.

Die Kantonsschule Limmattal veröffentlichte zu ihrem 40-Jahr-Jubiläum eine Festschrift. Die Publikation beinhaltet 13 humorvolle und spannende Porträts von Personen, die die KSL prägten, oder, die sie schlicht besucht und durchlaufen haben.

Die Verantwortlichen der Kantonsschule Limmattal (KSL) präsentierten ihre Festschrift zum Abschluss der 40-Jahr-Feierlichkeiten der Schule im Rahmen einer kleinen Feier in der Mensa. Die Publikation beinhaltet 13 humorvolle und spannende Porträts von Personen, die die KSL prägten, oder, «die sie schlicht besucht, beziehungsweise durchlaufen haben und allen allenfalls von ihr geprägt wurden», schreibt Rektor Werner de Luca im Geleitwort.

Tipps fürs Leben und Kritik

Die ehemalige und heutige Schlieremer FDP-Stadträtin Manuela Stiefel schreibt im Editorial: «In der Festschrift entdecken Sie konstruktive Anregungen von Lehrpersonen, wertvolle Tipps für allerlei Lebenssituationen sowie kritische Betrachtungsweisen zum heutigen Mittelschulwesen.»

In den Porträts kommen unter anderem der Gründungsrektor Franz Germann, sein Nachfolger Max Ziegler, SVP-Nationalrat Hans Egloff, die Tagi-Redaktorin Hélène Arnet sowie der NZZ am Sonntag-Journalist Michael Furger zu Wort.

Rektor Werner de Luca ist sichtlich stolz auf diese grafisch schön aufgemachte Jubiläumsschrift: «Wir haben wahrscheinlich als allererste der Zürcher Kantonsschulen mit vier interviewten Personen Podcasts gemacht, die nach dem Versand der Schrift auf der KSL-Hompage aufgeschaltet werden.»

Nach einem Auftritt des Kanti-Frauenchors mit Dirigentin Sonja Schudel und Pianistin Lina Schwab würdigte Kantilehrer André Füglister die sechzigseitige Publikation in passender Montur mit Lorbeerkranz und Toga: «Wenn ein Altphilologe ein Werklein der Öffentlichkeit vorstellt, kommt er nicht darum herum, beim Dichter Gaius Valerius Catullus Mass zu nehmen und die passenden Worte beim Widmungsgedicht des grossen Vorbildes zu entleihen.»

Catull als Seelenverwandter

Was mache denn Catull für ein Gymnasium so stimmig, fragte sich Füglister. «Es drängen sich da viele Antworten auf: zum Beispiel, dass Catull als ‹genialer angry young man› auftritt und mancher Gymnasiast eine gewisse Seelenverwandtschaft empfinden mag.» Der römische Dichter aus Verona spreche und schreibe mit höchster Disziplin, lasse aber seinen Gefühlen freien Lauf und trete die gesellschaftlichen Konventionen lustvoll mit Füssen, so der Lehrer für alte Sprachen.

Brigitta Johner, FDP-Kantonsrätin und Mitglied der KSL-Schulkommission, sagte beim anschliessenden Apéro: «Mir hat der Rahmen dieser kleinen Feier sehr gefallen. Der Frauenchor und die Präsentation der Festschrift waren genial.»

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