Eishockey

EHC Urdorf verpasst grosse Chance: «Wir hatten das nötige Scheibenglück nicht»

Mit einem Sieg gegen Wetzikon hätten die «Stiere» die vorzeitige Playoffqualifikation schaffen können. Stattdessen verloren sie 3:4.

Der Wetziker Jubel war gross nach der Schlusssirene am Samstagabend auf der Weihermatt. Die Urdorfer hingegen gingen mit gesenkten Köpfen in Richtung Garderobe. Mit 3:4 hatten sie sich geschlagen geben müssen. Dabei hatten sie in der Partie zweimal geführt: Das erste Mal waren sie in der 15. Minute durch Thierry Gotti in Führung gegangen, der mit einem Shorthander zum 2:1 traf. Und das zweite Mal schoss Valentin Kiser die «Stiere» in Front, als er in der 24. Minute mit einem satten Schuss Wetzikons Torhüter Gregory Keller bezwang. Doch die Limmattaler konnten die Führung jeweils nicht lange halten. Nach Gottis Treffer dauerte es fünf Minuten, bis Wetzikon ausgeglichen hatte – im Powerplay. Und das 3:2 durch Kiser hatte sogar nur gerade mal 19 Sekunden Bestand, bevor Wetzikons Lars Morger nach einem herrlichen Pass das 3:3 schiessen konnte.

War dieser Ausgleichstreffer der Gäste noch schön herausgespielt, hatten die Urdorfer beim 3:4 viel Pech. Wetzikons Peter Hürlimann kam vor dem Gehäuse der Urdorfer zu Fall, die Szene schien eigentlich bereinigt, doch Hürlimann stocherte am Boden liegend den Puck irgendwie in Richtung Tor, die Scheibe überquerte die Linie. Und wenig später konnten sich die Urdorfer bei ihrem Torhüter Florian Wassmer bedanken, dass sie nicht mit zwei Treffern zurücklagen, als der Schlussmann im Eins-gegen-eins-Duell gegen Mattia Giudotti Sieger blieb.

Urdorfs Stefan Karpf (rechts) kämpft gegen Tobias Streiff um die Scheibe.

Urdorfs Stefan Karpf (rechts) kämpft gegen Tobias Streiff um die Scheibe.

Doch am Ende blieb das ein schwacher Trost: Die Limmattaler hatten mit der Niederlage die vorzeitige Qualifikation für die Playoffs verpasst. «Es ging um sehr viel», sagte Urdorfs Trainer Patrick Stach. Die Partie sei intensiv und nicht einfach gewesen, und dennoch habe sich das Team von Drittel zu Drittel gesteigert. «Wir haben es probiert», so Stach, «aber wir hatten in einigen Momenten das nötige Scheibenglück nicht.»

Damit geraten die Urdorfer nun unter Druck, was die Playoffqualifikation anbelangt. Zwar stehen sie nach wie vor auf dem vierten Rang und damit auf einem Playoffplatz, doch Verfolger Zugerland hat nur zwei Punkte Rückstand und ein Spiel weniger ausgetragen. Damit haben es die Zuger trotz ihrer 5:7-Niederlage gegen Engelberg-Titlis in der eigenen Hand, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Die Limmattaler müssen also hoffen, dass Zugerland eine seiner beiden ausstehenden Partien gegen Küssnacht am Rigi II am Mittwoch und Illnau-Effretikon am Samstag verliert. Ihrerseits müssen sie nächsten Samstag auswärts gegen Küssnacht gewinnen. «Es wäre schön, wenn die Saison fürs Team in den Playoffs weitergehen würde», sagte Stach. «Es gab in dieser Saison einen grossen Umbruch, den das Team verkraften musste. Es hätte sich die Playoffs verdient.»

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