Immer wieder ist der Wüeribach in den letzten 30 Jahren über die Ufer getreten und hat zu Überflutungen in Birmensdorf geführt – zuletzt 2007. Damit wird nun bald Schluss sein. Noch in diesem Monat beginnt das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft mit den Bauarbeiten zum hochwassersicheren Ausbau des Bachs, wie es in einer Mitteilung heisst. Er wird voraussichtlich rund zehn Monate dauern. Gleichzeitig wird der Bach als Naherholungsgebiet aufgewertet.

Dank des Projekts werde Birmensdorf künftig auch vor Hochwassern sicher, wie sie statistisch gesehen nur alle hundert Jahre zu erwarten seien, heisst es weiter. «Konkret sind Arbeiten zur Verbreiterung des Bachbetts und zur Sanierung der Ufermauern auf einer Länge von gut einem Kilometer vorgesehen. Ungefähr von der Studenmättelistrasse bis zur Mündung in die Reppisch wird die Bachsohle auf ein gleichmässiges Gefälle von einem Prozent abgesenkt», schreibt die Baudirektion.

Zudem würden die Ufermauern zur Sicherung abgestützt und teilweise seitlich verbreitert. Durch Blocksteine, die in unregelmässigen Abständen von etwa 20 Metern eingebaut werden, bilden sich im Unterwasser Vertiefungen. Diese dienen als Rückzugsorte für Fische. Auf den untersten rund 400 Metern werden dem Bach neu deutlich mehr Raum gegeben und die Ufer abgeflacht. «Zudem wird die Sohle mit Wurzelstöcken und Störsteinen strukturiert, sodass sich rascher fliessende und stehende Bereiche abwechseln und Unterstände und Rückzugsmöglichkeiten für die dort lebenden Tiere entstehen», heisst es in der Mitteilung.

Sitzplatz bekommt neues Gesicht

Gleichzeitig soll der Wüeribach durch die Massnahmen auch als Erholungsgebiet für den Menschen aufgewertet werden. So erhält der bestehende Sitzplatz im Mündungsspitz neue Sitzgelegenheiten aus Holz sowie ein Balancierelement für Kinder. Ausserdem entstehen im Mündungsbereich eine neue Fussgängerbrücke sowie eine Aussichtsplattform in Gestalt eines Laubblatts.

Zur Vorbereitung der Baumassnahmen wurde im letzten Winter ein Teil der Büsche und Bäume am Ufer gerodet. Im Zuge der nun beginnenden Bauarbeiten werden punktuell wieder Büsche gesetzt. Während der Arbeiten kommt es zu temporären Wegsperrungen. Ein Projekt zur Neugestaltung der Bachstrasse folgt im Anschluss an den Bachausbau, falls die Gemeindeversammlung den dazu erforderlichen Kredit von 460 000 Franken am 25. November genehmigt (Ausgabe von gestern).