Über 1 200 Blutkonserven brauchen Schweizer Spitäler jeden Tag. Geliefert werden sie beispielsweise vom Verein AVIS, dem «Italienischen Verband Freiwilliger Blutspender», der am Montag im Pfarreizentrum St. Agatha in Dietikon zur Blutspende aufgerufen hat.

Gekommen sind 35 Leute, darunter 15 neue Spender. «Wir sind sehr zufrieden mit diesem Resultat», so Antonio Virelli, Vereinspräsident von AVIS Zürich. Gegründet wurde der Verein 1963, beruhend auf der Geschichte eines italienischen Auswanderers, der für seine Tochter Blutspender suchte.

Das Blutspenden ist eine einfache Art Leben zu retten und dauert wenige Minuten.

Junge Leute sensibilisieren

«Viele Italiener beginnen zu spenden, wenn in ihrer Familie ein Unglück passiert», sagt Virelli, der als 18-Jähriger das erste Mal Blut spendete. «Wir wollen aber alle Leute sensibilisieren, vor allem die jungen», so der Vereinspräsident.

Deshalb habe man nun Blutspenden nahe dem Bahnhof Dietikon durchgeführt, um die Jungen auf dem Nachhauseweg zu erreichen. Das klappt nicht immer: Die letzten beiden Male seien ein Reinfall gewesen. «Da konnten wir die Leute an einer Hand abzählen», so Virelli.

Dieses Mal ist alles anders. Tiziana Werlen, Mitglied von AVIS, hat alle Hände voll zu tun. «Der Blutdruck der Spender spielt manchmal schon etwas verrückt», meint sie lächelnd. Das sei in den meisten Fällen jedoch die Aufregung. Andrea Fuhrer spendet zum ersten Mal: «Ich wollte schon lange einmal, hatte aber noch nie die richtige Gelegenheit dazu.»

Ganz routiniert ist hingegen ein Spanier: «In Spanien habe ich aber schon 40 Mal Blut gespendet. Das hier ist aber mein erstes Mal in der Schweiz.» Auch ein Dietiker geht regelmässig mit seinen Feuerwehrkollegen Blut spenden.

Es sei immer gut gegangen. «Nur einmal hat mein Blut aufgehört zu fliessen», meint er.

Alle Teilnehmer bekommen nach der Spende einen Teller Pasta. Werlen: «Wir sorgen uns um das Wohl beider - des Spenders sowie des Empfängers.»