Dietikon
Duo Edelmais wirft einen humorvollen Blick zurück in die Gymizeit

Das Duo Edelmais präsentierte am Freitagabend in der Stadthalle Dietikon sein Programm «Gymi 5». Mit viel Elan und Spielfreude konnten die Komiker ihre Besucher schnell für sich gewinnen.

Kathrin Fink
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Mit fiktiven alten Klassenkameraden und einem verrückten «Homoglobin» sorgt das Duo Edelmais für viel Gelächter.
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Der ausgewanderte Tobi grüsst aus den Staaten.
Das «Homoglobin» führt eine Kugel Mozzarella durch die Innereien des Körpers.

Mit fiktiven alten Klassenkameraden und einem verrückten «Homoglobin» sorgt das Duo Edelmais für viel Gelächter.

Kathrin Fink

Erinnern sie sich noch an ihre Schulzeit? An den Klassen-Clown, den Streber und den ewig «Verschupften»? Das Duo Edelmais erinnert sich so gut, dass es daraus ein zweieinhalbstündiges Programm konzipiert hat. Am Freitagabend führten sie das Resultat dieser Arbeit mit dem Titel «Gymi 5 – Klassezämekunft» in der gut gefüllten Stadthalle Dietikon auf. Das Programm spielen die Komiker schon seit fast drei Jahren auf den Bühnen der Schweiz, aber ihren Elan und ihre Spielfreude haben sie keineswegs verloren.

Die Handlung der Bühnenshow ist schnell etabliert: Das Duo Edelmais wurde zur Klassenzusammenkunft von Mitglied Sven Furrer eingeladen. Die zwei treffen sich in der Garderobe im Keller vor dem grossen Ereignis und diskutieren, was sie genau aufführen werden. Dabei wird schnell klar, dass René Rindlisbacher mit Technologie nicht wirklich warm wird.

Durch das ganze Programm ziehen sich Anspielungen und Aufforderungen Furrers an seinen technophoben Kollegen: «Jetzt hau doch mal schnell den Desktop auf die Leinwand, du weisst schon mit der Tastenkombination.» Natürlich hat Rindlisbacher keine Ahnung, wovon Furrer spricht. Doch, statt dies zuzugeben, beweist er mit Mimik, kreativen Ausreden oder souveränem Schweigen, dass Furrer völlig falsch liegt. «Klar kenn ich die Tastenkombination, aber Hoppla, jetzt ist mir fast der Laptop runtergefallen. Ich glaube, es ist besser, wenn ich den Laptop gut festhalte und du die Kombination eingibst.»

Während ihrer Show schlüpfen die Komiker abwechselnd in die mit Humor interpretierten Rollen der Teilnehmer der titelgebenden Klassenzusammenkunft. So übernimmt Furrer den schwarzen Walliser Koni. Der überdrehte, dunkelhäutige Ex-Klassenkamerad singt besonders gerne und gibt sein Werk «Dr Furi het dumm getan» zum Besten. Auch die Basler Tratsch-Tante Sara und der gehemmte Stefan, der immer an seiner Hose herumnestelt, gehören zu Furrers lustigem Figurenkabinett.

Rindlisbacher sorgt vor allem als «Homoglobin» für Dauerlacher. In einem pinkfarbenen, kreisförmigen Kostüm führt er seinen als Mozzarella-Kugel auftretenden Kollegen Furrer durch die inneren Organe eines Kameraden. Als Klassen-Chef Roli ist Rindlisbacher besonders an den Zuschauern interessiert und fragt ein Pärchen im Publikum aus. Die Antworten bauen die Schauspieler während der Pause gleich ins Programm ein. So fragt Rindlisbacher in der Figur des nach Amerika ausgewanderten Kollegen Tobi, ob das Pärchen immer noch zusammen ist.

Die Stimmung der Show steigt von Sketch zu Sketch und am Ende hört ein begeisterter Saal kaum mehr auf zu klatschen. Sven Furrer und René Rindlisbacher ziehen sich in Rekordzeit um und erscheinen noch einmal als einzelne Figuren der Klassenzusammenkunft. Im Anschluss zeigen sich die zwei publikumsnah und geben Autogramme im Foyer der Stadthalle.