Wer die Geschicke der Gemeinde Unterengstringen in den nächsten vier Jahren lenken wird, steht nocht nicht fest. Die Wahl ums Gemeindepräsidium ging zwar denkbar knapp zu Gunsten von FDP-Kandidat Simon Wirth (307 Stimmen) aus, der sechs Stimmen mehr holte als sein SVP-Kontrahent Marcel Balmer (301). Weil beide das absolute Mehr von 338 Stimmen verpassten, ist aber noch niemand gewählt.

Klar ist dagegen, wer in den in den Gemeinderat einziehen wird. Mit 571 Stimmen erzielte Wirth das beste Resultat der sechs Kandidierenden, die allesamt das absolute Mehr locker übertrafen. Auf Platz zwei folgte der junge FDP-Kandidat Wey Te-Glanzmann (548), der sich am Apéro vor dem Gemeindehaus gleichermassen erfreut und überrascht zeigte, dass er gleich drei Bisherige hinter sich lassen konnte. Dahinter folgten die SVP-Bewerber Balmer (524), Markus Nydegger (500) und Gisela Biesuz (497). Als Schlusslicht gewählt wurde der Neue Urs Muntwyler (FDP, 468). Die Stimmbeteiligung lag bei 31,6 Prozent und damit immerhin 6,4 Prozent höher als bei den Erneuerungswahlen vor vier Jahren.

Vervollständigt wird der Gemeinderat von Beat Fries (parteilos), der im Duell ums Schulpräsidium seinen Kontrahenten Marcel Blum (SVP) mit 332 zu 215 Stimmen deutlich zurückliess. Weil Unterengstringen Anfang Jahr die Einheitsgemeinde einführte, zieht Fries als siebtes Mitglied in den Gemeinderat ein. Dies hat zur Folge, das die Ressorts neu zusammengesetzt werden müssen, weil für die bisherigen sieben Funktionen nur noch sechs Gemeinderäte zur Verfügung stehen. Darum wird es an der nächsten Gemeinderatssitzung am Montag gehen, wie der derzeitige Vizepräsident Simon Wirth sagte.

Neben Fries, dem mit 464 Stimmen das drittbeste Resultat gelang, wurden auch Nicole Stadelmann (parteilos, 582), Martin Amann (parteilos, 495) und Marcel Blum (SVP, 442) wiedergewählt. Bei den Neuen kam es zu einer Überraschung: Die parteilose Katiuscia Melis Bonello (385) stach SVP-Kandidatin Georgia Husistein (332) aus, die als Überzählige ausschied, obwohl sie das absolute Mehr von 279 Stimmen übertraf.

Das ist der neue Gemeinderat:

An der Spitze der Rechnungsprüfungskommission (RPK) ändert sich nichts: Der amtierende Präsident und einzige Bisherige, der wieder antrat, erhielt 525 von 601 gültigen Stimmen und wurde damit souverän bestätigt. Auch für die Wahl in die RPK lag Zimmermann mit 592 Stimmen klar in Front. Dahinter folgten die FDPler Pascal Stöckle (558) und Christian Fitz (549). Deutlich abgeschlagen, aber ebenfalls gewählt wurden Rainer Stüssi (SVP, 389) und Urs Attinger (parteilos, 388). Antje Horvath (parteilos, 348) verfehlte den Einzug in die RPK, obwohl sie das absolute Mehr von 292 Stimmen erreichte.