Die Spuren des Brandes in der Druckerei JCM Werbedruck AG in Schlieren sind am Tag danach noch gut sichtbar. Ein Augenschein vor Ort zeigt verrusste Decken und einen verwüsteten Boden. «Ich lag an der Nordsee in den Ferien, als mich der Anruf erreichte», sagt Thomas Häuptli, Geschäftsleiter der JCM Werbedruck AG. «Da musste ich gleich zusammenpacken und in die Schweiz zurückfliegen.» Zur Brandbekämpfung wurden die Feuerwehren Schlieren und Dietikon mobilisiert. Nach einem rund einstündigen Einsatz konnten sie den Flammen bereits wieder Herr werden. Personen kamen keine zu Schaden.

Maschinen laufen schon wieder

Trotz der Ereignisse macht Häuptli einen gefassten Eindruck: «Wir hatten Glück im Unglück, das kann man wohl so sagen. Als ich zuerst hier eintraf, dachte ich, das ist verheerend.» Der Sachschaden aber hält sich einigermassen in Grenzen. Einer ersten Einschätzung zufolge wird er auf einige hunderttausend Franken beziffert. Die kostspieligen Druckmaschinen, darunter der grösste Offsetdrucker der Schweiz, sind zum Glück verschont geblieben. Dass es nicht noch viel schlimmer kam, führt Häuptli auf die schnelle Reaktion der Feuerwehr zurück. «Das Dispositiv hat funktioniert. Es wurde gleich Alarm geschlagen.»

Immerhin habe die Feuerwehr so wieder einmal einen Ernstfall proben können, sagt Häuptli mit Galgenhumor. Am Montag und Dienstag sind in der Druckerei noch Reinigungsarbeiten angesagt. Das Gebäude wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch konnten bereits 50 Prozent der Anlage wieder ans Netz genommen werden. «Wir sind zuversichtlich, dass die zweite Hälfte der Drucker demnächst auch wieder einsatzbereit ist.» Läuft alles gut, könnte Häuptli also schon bald wieder an der Nordseeküste anzutreffen sein.