Urdorf
Drei Sekundarklassen messen sich im sportlich-kulinarischen Wettkampf

Dass sich körperliche Leistungen mit kulinarischen Vorlieben verbinden lassen, bewies ein nicht alltäglicher Wettkampf dreier Sekundarklassen. Zuerst traten die Schüler in der Turnhalle gegeneinander an, ehe sie die Kochkünste der anderen bewerteten.

Tabea Wullschleger
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Ein reichhaltiges Buffet erwartete die Schülerinnen und Schüler.

Ein reichhaltiges Buffet erwartete die Schülerinnen und Schüler.

T. Wullschleger

So etwas gab es in Urdorf noch nie: Drei Sekundarklassen aus verschiedenen Gemeinden traten vergangenen Donnerstag in einem Wettkampf gegeneinander an. Am Vormittag stand für die Schülerinnen und Schüler aus Urdorf, Schlieren und Richterswil Sport auf dem Programm, beim gemeinsamen Mittagessen wurden dann auch die von ihnen zubereiteten Häppchen bewertet.

Die Idee zu diesem Wettkampf hatte der Urdorfer Schulsozialarbeiter Christopher Szaday. Er schrieb Berufskollegen aus der sogenannten «Region Süd» des Amtes für Jugend und Berufsberatung an. So kam es, dass auch eine Klasse aus Richterswil ins Limmattal reiste. Nachdem sich alle interessierten Sekundarklassen gemeldet hatten, übernahmen aber die Jugendlichen selber die Planung.

Jede Klasse schickte dafür eine Delegation an die Planungssitzung. Die Schüler zeigten sich kreativ: Der Wettkampf sollte nicht nur durch Volleyball, Basketball und Fussball entschieden werden, sondern auch durch Kochkünste. Jede Klasse hatte drei verschiedene Häppchen für jeweils 70 Leute mitgebracht, wie Szaday erklärt. Diese haben die Jugendlichen am Nachmittag vor dem Wettkampf in ihrer Freizeit in Gruppen zubereitet. Von Kuchen über farbige Schokolade-Nuss-Kugeln und kleine Sandwiches bis hin zu Teigwarensalat, hatte das Häppchen-Buffet vieles zu bieten.

Doch bevor sich Lehrpersonen, Schulsozialarbeiter und Schüler am Buffet bedienen konnten, stand Sport auf dem Programm. In der Sporthalle in Urdorf wurde während dreier Stunden um Punkte gekämpft. Die beiden Schiedsrichter, die Urdorfer Sportlehrer Dimitri Papalazaru und Hanspeter Stöckli, verteilten die Punkte aber nicht nur beim sportlichen Teil, sondern anschliessend auch bei den Häppchen. Bewertet wurde dabei Aussehen und Geschmack.

Damit die Sportler auch wirklich genug zu essen bekamen, spendierte die Schule in Urdorf zusätzliche Hotdogs. Während diese und andere Leckereien verspeist wurden, machte sich Initiator Szaday ans Punktezusammenzählen. Der Gewinnerklasse winkten 300 Franken, da jede Schule 100 Franken für den Wettkampf spendiert hatte.

Mit dem Resultat von Szadays Rechnereien hatte jedoch niemand gerechnet: Alle drei Sekundarklassen hatten als Endresultat 19 Punkte, weshalb Szaday jeder Klassenlehrperson ein Hunderternötli mit auf den Heimweg gab. Vielleicht gibt es aber schon bald eine Revanche, denn alle Beteiligten waren sich einig, dass dieser interkommunale Wettkampf ein voller Erfolg war.

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