Für Pius Biffiger, Präsident des Fischervereins Kloster Fahr, begannen die Vorbereitungen für das Fischessen wie jedes Jahr: mit einem Blick auf die Wetterprognosen. Eine Prognose, die keine Sorgenfalten hinterlassen hat. «Positive Prognosen sind für uns alle eine wunderbare Motivation», sagt Biffiger.

Am Samstag sind nach drei Stunden bereits über 500 Portionen «Fisch-Chnuschperli» verkauft. Das macht rund drei Portionen in der Minute. Auch die Ehrengäste – Priorin Irene, der Unterengstringer Gemeindepräsident Peter Trombik und Gemeinderat Walo Hollenweger sowie Vertreter vom Fischerverein Neckertal aus dem Thurgau – lassen sich den Fisch schmecken, der traditionellerweise seit dem Vortag in einer speziellen Marinade eingelegt ist. Ein Marinade-Rezept übrigens, das höchst geheim ist.

Die guten Fisch-Chnuschperli sind aber nur ein Argument für einen Besuch des Fischessens. Es ist nicht zuletzt auch die Stimmung unter den Ahornbäumen im Park des Klosters Fahr, die die Gäste lockt. «Das aussergewöhnliche Ambiente unter den Ahornbäumen; das findet man sonst nirgendwo», sagt Gast Markus Wermelinger aus Unterengstringen.

Trotz aller Tradition; das «Fischässe für Alli» ist eine innovative Veranstaltung. Nach dem Namenswechsel des Vereins von «Sportfischer-Vereinigung» zu «Fischerverein Kloster Fahr» wurden auf dieses Jahr einige Werbemassnahmen optimiert, die vor allem in Unterengstringen und Weiningen bestmöglich platziert wurden. «Wir haben uns überlegt, ein Facebook-Profil zu erstellen oder sogar eine eigene Website zu eröffnen», sagt Biffiger. Auch die Frage nach der Wetterunabhängigkeit steht auf der Traktandenliste vom Fischereiverein. «Wir haben uns Gedanken gemacht, wie das Event langfristig wetterunabhängiger werden könnte», sagt Biffiger. Konkrete Massnahmen stünden allerdings noch in den Sternen.