Wettbewerb
Drei Limmattaler sind in Informatik bei den Besten

Mehr als 10000 Schweizer Kinder haben am «Informatik-Biber» teilgenommen. Unter den 124 Besten sind auch drei Limmattaler Primarschüler.

Olivier Meier
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Elena Giachino (l.) und Deborah Pandiani (r.) erreichten den ersten Platz.

Elena Giachino (l.) und Deborah Pandiani (r.) erreichten den ersten Platz.

OME

Geht es um Informatik, mischen Limmattaler Kinder ganz vorne mit. Gleich drei Primarschüler aus der Region sind unter den Gewinnern des Schweizer Wettbewerbs «Informatik-Biber», der dieses Jahr schon zum fünften Mal durchgeführt wurde: Gian von Planta, Elena Giachino und Deborah Pandiani von der Primarschule Oetwil-Geroldswil haben in der Kategorie Einzel alle den ersten Platz erreicht. Insgesamt 40 Schüler durften sich in dieser Kategorie mit 116 erreichten Punkten als Sieger feiern lassen.

Gian, Elena und Deborah besuchen allesamt den Förderclub Mathematik der Primarschule Oetwil-Geroldswil. Elena und Deborah gehen in die vierte Klasse. Gian ist noch ein Jahr jünger und geht in die dritte Klasse. Das Lieblingsfach aller Drei ist Mathematik, «weil man da logisch denken muss», wie Deborah sagt.

Kein Wunder, hat das Limmattaler Trio beim «Informatik Biber» so gut abgeschnitten, denn genau das – Logisches Denken – ist dort gefragt. Dies meisterten die Drei gekonnt. «Ich fand den Test gar nicht so schwierig», erzählt Elena. Ein Vorteil war auf jeden Fall, dass logisches Denken im Förderclub oft Teil des Unterrichts ist. Geübt wurde mir verschiedenen Spielen oder Aufgaben, was zugleich auch eine Vorbereitung auf den Wettbewerb war.

«Nur das Hirn musste dabei sein, der Rest lief fast von alleine», sagt Deborah und lächelt. Die 10-Jährige war vom guten Resultat trotzdem überrascht. «Mit dem ersten Platz habe ich nicht gerechnet», sagt sie. Bei Elena sah das schon ein wenig anders aus: «Ich hatte ein gutes Gefühl.»

Die beiden Gewinnerinnen sind sichtlich stolz auf ihr Resultat. «Man erreicht nicht jedes Mal den ersten Platz, da haben wir uns natürlich sehr gefreut», so Elena. Für ihre Leistung erhalten die drei Schüler je zwei Eintritte für das Verkehrshaus Luzern.

Der «Informatik-Biber» wird nicht nur in der Schweiz, sondern auch in ganz Europa durchgeführt. In der Schweiz war das Interesse am Wettbewerb dieses Jahr besonders gross. Insgesamt 10 547 Schüler nahmen teil, 124 von ihnen erhielten einen Preis für ihre Leistung. Auch als Schule konnte man sich am Wettbewerb beteiligen. In dieser Kategorie nahmen in der Schweiz insgesamt 157 Schulen teil, 15 von ihnen wurden mit einem Preis ausgezeichnet.

Informatikunterricht fördern

Zeil des «Informatik-Bibers» ist es, den Informatik-Unterricht in den Schulen zu fördern. Dies vor allem, weil das Interesse an Informatik allgemein immer noch gering sei.

Die Aufgaben im Test sind deswegen bewusst für eine weiterführende Beschäftigung mit Informatik über den Wettbewerb hinaus entworfen. Die Kinder mussten den Mutiple-Choice-Test am Computer lösen, wobei allerdings keine grossen Informatikkenntnisse vorausgesetzt waren. Einzig das Surfen im Internet mussten sie dafür beherrschen.