Dietikon

Doppelspurausbau stösst auf Widerstand – deshalb wehrt sich Dietikon gegen die Aargau Verkehr AG

Bremgarten-Dietikon-Bahn in Dietikon beim Gleisabschnitt zwischen Bahnhof und Kirchplatz-Kreuzung. Diesen Abschnitt teilt sie sich ab 2022 mit der Limmattalbahn. (Archivbild)

Bremgarten-Dietikon-Bahn in Dietikon beim Gleisabschnitt zwischen Bahnhof und Kirchplatz-Kreuzung. Diesen Abschnitt teilt sie sich ab 2022 mit der Limmattalbahn. (Archivbild)

Konfklikt um die Bremgarten-Dietikon-Bahn: Der Ausbau von Ein- auf Doppelspur stösst auf einigen Widerstand. Rund 30 Einsprachen gegen den Doppelspurausbau der Bahn.

Während rund um die Uhr die Limmattalbahn gebaut wird, bahnt sich in Dietikon der nächste Streit um ein Bähnli an. Diesmal geht es um die Bremgarten-Dietikon-Bahn. Wie ein richtiges Tram will sie auf zwei Gleisen über die Bremgartnerstrasse fahren. Dieser Ausbau von Ein- auf Doppelspur stösst auf einigen Widerstand, wie sich im derzeit laufenden Plangenehmigungsverfahren zeigt. «Rund 30 Einsprachen sind eingegangen. Der grösste Teil der Einsprechenden sind Privatpersonen», sagt Michael Müller, Mediensprecher des Bundesamts für Verkehr, gegenüber der «Limmattaler Zeitung». Das Plangenehmigungsgesuch hatte die Aargau Verkehr AG eingereicht. Das Unternehmen betreibt die Bremgarten-Dietikon-­Bahn und ab 2022 auch die Limmattalbahn.

Angst vor Engpass bei der Ochsenkreuzung

Aber auch die Stadt Dietikon hat ihre liebe Mühe mit dem Doppelspurausbau. Sie hat ebenfalls Einsprache erhoben, wie der Stadtrat mitteilt. Die Stadt sei «mit einigen Punkten nicht zufrieden». Dazu muss man wissen: Der Doppelspurausbau bringt nicht nur eine zweite Bahnspur auf der Bremgartnerstrasse mit sich. Auch sollen die Dietiker Haltestellen Schöneggstrasse, Bergfrieden und Stoffelbach neu erstellt, behindertengerecht gemacht und vergrössert werden, damit sie für die zukünftig 105 Meter langen Züge der Bremgarten-Dietikon-­Bahn passen. Die Haltestelle Reppischhof ist heute schon lange genug. Zudem wird die Bremgartnerstrasse umgestaltet – so auch die wichtige Kreuzung von Bremgartner- und Bernstrasse. Und die Kreuzung von Bremgartner-, Guggenbühl- und Windeggstrassee wird zu einem Kreisel umgebaut. Auch erhält die Bremgartnerstrasse bergwärts einen Velostreifen – ein solcher fehlt bisher.

Wie der Stadtrat in seiner Mitteilung ausführt, sieht die Stadt vor allem zwei Mängel: Im Projekt fehle der Nachweis dafür, dass die benachbarte Kreuzung von Oberdorf-, Hasenberg- und Windeggstrasse – ­auch bekannt als Ochsenkreuzung – für den öffentlichen und den motorisierten Individualverkehr leistungsfähig bleibt. Und die Stadt ist nicht damit einverstanden, wie die Kosten für den neu entstehenden Kreisel aufgeteilt werden sollen.

Auch um den Langsamverkehr macht sich die Stadt Sorgen. «Es fehlen wichtige Querungsstellen für den Fuss- und Veloverkehr», schreibt sie. Zudem soll das Projekt auch gestalterisch eine Gattung machen. «Es wird erwartet, dass die gestalterischen Elemente wie zum Beispiel die Fahrleitungssysteme und die Beleuchtung vom Bahnhof Dietikon bis zum Knoten Bremgartner-/Guggenbühl-­/Windeggstrasse in der gleichen Optik erstellt werden», heisst es in der städtischen Mitteilung.

Infolge Ferienabwesenheit beim Stadtplanungsamt und bei der Aargau Verkehr AG sind erst nächste Woche genauere Infos zum Streit um den Doppelspurausbau zu erwarten.

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