Die Oberstufenschulgemeinde Weiningen erhöht ihren Steuerfuss von 16 auf 18 Prozent. Beim Entscheid resultierten vier Gegenstimmen, eine Diskussion wurde nicht verlangt. Auch dem Budget mit einem Plus von rund 50 000 Franken stimmte die Versammlung klar zu. Rund 60 Stimmberechtigte kamen in den Unterengstringer Gemeindesaal Büel zur Kreisgemeindeversammlung.

Die Steuererhöhung lässt sich auch mit dem Schülerwachstum erklären. So gab es auf dieses Schuljahr hin eine weitere Klasse mehr, sodass die Oberstufe Weiningen derzeit 20 Klassen zählt. Der Gesamtaufwand des Budgets 2019 ist rund 180 000 Franken höher als im Budget 2018. Er beläuft sich auf rund 9,73 Millionen Franken, der Gesamtertrag auf rund 9,78 Millionen Franken.

70 000 Franken für den Anschluss

Die Versammlung bewilligt zudem einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 70 000 Franken für den Anschluss der Oberstufenanlage Weiningen an die Regiowärme-Leitung der interkommunalen Anstalt Limeco, die in Dietikon die Kehrichtverwertungsanlage und die Abwasserreinigungsanlage betreibt. Bisher wird die Oberstufenanlage mit Gas beheizt. Nun sollen mit dem Anschluss an die Regiowärme 129 Tonnen CO2 eingespart werden, hiess es von Seiten der Oberstufenschulpflege.

Ebenfalls zwei Traktanden hatte der Weininger Friedhofsverband auf dem Programm. Zuerst wurde der Erlass von Formvorschriften bezüglich der Ausfertigung und Genehmigung von Versammlungsprotokollen genehmigt, der mit dem neuen Gemeindegesetz nötig geworden war. Auch das Budget wurde einstimmig angenommen. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf rund 440 000 Franken, der Gesamtertrag auf rund 40 000 Franken.

Die Mitgliedsgemeinden Weiningen, Unterengstringen, Geroldswil und Oetwil haben somit einen Aufwandüberschuss von rund 400 000 Franken zu decken. Im Budget 2019 sind auch 15 000 Franken für eine zusätzliche Namenswand für das Gemeinschaftsgrab enthalten.

Zum Schluss der Kreisgemeindeversammlung war die reformierte Kirche Weiningen an der Reihe. Sie genehmigte das Budget 2019 mit einem Gesamtaufwand von rund 2,3 Millionen Franken, einem Aufwandüberschuss von rund 5000 Franken und gleichbleibendem Steuerfuss von elf Prozent.

Kirchenpflegepräsident Simon Plüer informierte zudem über den aktuellen Stand bezüglich der Projektierung der Alterswohnungen auf dem Pfarrhaus-Areal in Unterengstringen. Im August hatte die Kirchgemeindeversammlung einen Kredit in der Höhe von 180 000 Franken gesprochen. Dagegen laufen noch zwei Stimmrechtsrekurse einer Person. Entscheiden muss die Bezirkskirchenpflege.