Uitikon
Direkter Zugang zum Bahnhof Waldegg kostet die Gemeinde 65'000 Franken

Der jahrelange Streit um die Anbindung des Bahnhofs Waldegg verlängert sich um ein paar Monate. Dafür wird die lang ersehnte Belichtung im letzten Abschnitt verbessert.

Alex Rudolf
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Die Sperrung dieses Durchgangs sorgte für viel Unmut bei den SZU-Nutzenden. Bald wird er aber sowieso obsolet.

Die Sperrung dieses Durchgangs sorgte für viel Unmut bei den SZU-Nutzenden. Bald wird er aber sowieso obsolet.

Archivbild: David Egger

Bald wird der öffentliche Zugang zum Bahnhof Waldegg unter Dach und Fach sein. Denn diese Woche liefen die letzten Verhandlungen zwischen Vertretern der Gemeinde Uitikon und dem Grundeigentümer des letzten Abschnitts des Bahnwegs, wie Gemeindeschreiber Sinisa Kostic auf Anfrage sagt. «Einer Unterzeichnung steht nun nichts mehr im Weg.» Für das Wegerecht über einen Zeitraum von 30 Jahren gibt die Gemeinde 35000 Franken aus. Hinzu kommen rund 30000 Franken für Arbeiten am letzten Wegabschnitt. So muss bezüglich Beleuchtung nachgerüstet werden. In der Vergangenheit stiess das Fehlen einer solchen auf grosse Kritik aus den Reihen der Bahnnutzenden. Ging man im vergangenen Jahr noch von einer Fertigstellung des Zugangs im Mai dieses Jahres aus, verschieben sich diese Pläne. Voraussichtlich würden die Ar­beiten im Sommer beendet, sagt Kostic.

Damit endet ein langwieriges Hin und Her um den Zugang zum Bahnhof Waldegg. Mit Fertigstellung der beiden Mehrfamilienhäuser am Bahnweg 1 und 3 begann das Problem 2017. Der Liegenschaftsbesitzer sperrte damals nämlich den Zugang zu den Gleisen, der zwischen den Neubauten und dem Restaurant Waldesruh hindurchführt. Wer zur SZU-Station wollte, musste fortan den deutlich längeren Weg über die Neuhausstrasse nehmen oder einen Umweg um das Restaurant Waldesruh machen. Für einige Zeit bestand auch die Möglichkeit, die Gleise über den Garten des Lokals zu erreichen.

Der Grund für die Sperrung des schnellsten Zugangs war simpel: Die Privatsphäre der Bewohner der Neubauten werde gestört, da der Weg sehr nahe an den jeweiligen Fenstern der Mehrfamilienhäuser hindurchführe, liess der Liegenschaftsbesitzer damals verlauten.

Noch ist unklar, wann die Haltekante versetzt wird

Wie sich nun zeigt, wird der Gleiszugang zwischen Restaurant und Neubauten obsolet, da der neue über den Bahnweg, um das Restaurant Waldesruh herum, direkter sein wird. Denn die SZU verschiebt die Haltekante der Station Waldegg voraussichtlich um 50 bis 80 Meter in Richtung Üetliberg­spitze. Die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes ist der Grund für diese Massnahme. Menschen mit Beeinträchtigung muss bis 2023 der schwellen­lose Zugang zum öffentlichen Verkehr ermöglicht werden. Wann diese Arbeiten beginnen, ist noch unklar. Der nun beschlossene, neue Zugang über den letzten Abschnitt des Bahn­weges wird so zur schnellsten Variante.