Es war von A bis Z ein gelungener Auftritt der Limmattaler. Vom Anpfiff weg versuchte die Mannschaft von Trainer Goran Ivelj den Gegner mit einem Pressing unter Druck zu setzen. «Wir erhofften uns dadurch, die jungen Aarauer Spieler zu Fehlern zu verleiten», sagte Dietikons Innenverteidiger Dejan Miljkovic.

Der Plan ging auf. Der Gegner kam überhaupt nicht ins Spiel, machte oft einen gestressten Eindruck und beging die gewünschten Fehler. Ein solcher Ballverlust der Aarauer im Spielaufbau führte zum Führungstreffer des Heimteams. Nach einer gekonnten und schnell vorgetragenen Ballstafette schloss Durovic erfolgreich ab.

Einziges Manko: die Chancenauswertung

Dietikon lehnte sich angesichts des Vorsprungs nicht zurück, bestimmte weiter das Spiel und kam alleine in der ersten Halbzeit zu einem halben Dutzend hochkarätiger Chancen. Auch wenn der überragende Joao Paiva eine davon in der 44. Minute zum 2:0 ausnutzte, musste sich der FCD doch den Vorwurf gefallen lassen, fahrlässig mit den Tormöglichkeiten umgegangen zu sein.

So vergab Luca Senicanin völlig freistehend aus zwei Metern mit dem Kopf (42.) und scheiterte Paiva gar mit einem Handspenalty (36.) am Aarauer Torhüter Lars Hunn. Hunn war der mit Abstand beste Spieler seines Teams. Die Mitspieler konnten sich nicht nur wegen des gehaltenen Penaltys bei ihrem Torhüter bedanken.

Gegner und Spiel im Griff

Wer nach dem Seitenwechsel mit einem Aufbäumen des Nachwuchsteams des FC Aarau gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Die in der Tabelle auch nach dieser empfindlichen Niederlage noch immer vor Dietikon klassierten Aargauer kamen zu einer einzigen halbwegs gefährlichen Situation, welche Restieri in der 63. Minute aber vergab. Für einmal waren die Platzherren beim Stören etwas gar nonchalant.

Ansonsten hatte der FC Dietikon aber weiter alles im Griff. Paiva krönte seinen Auftritt mit einem sehenswerten Weitschuss aus gut 20 Metern zum 3:0 und in der Innenverteidigung hielt das «Kreuzband-Duo» Dejan Miljkovic und Tiago Ribeiro sämtliches Ungemach vom eigenen Tor fern. Beide Spieler waren erst auf die Rückrunde hin nach langwierigen Knieverletzungen zurück zum Team gestossen.

Und sie sie verleihen der Defensive des FC Dietikon die erhoffte Stabilität. Zum zweiten Mal in Folge spielten die Limmattaler zu Null. «Heute war es wirklich super. Wir liessen praktisch keine Chance zu, spielten selber von Anfang an aggressiv», bilanzierte Miljkovic.

FC Dietikon – Team Aargau U21 3:0 (2:0)

Dornau. – 220 Zuschauer. – SR Marko Jovic. – Tore: 26. Durovic 1:0. 44. Paiva 2:0. 69. Paiva 3:0.

Dietikon: Pribanovic; Goljica (75. Cajic), Miljkovic, Ribeiro, Barbosa; Jelec; Norelli, Haziri (63. Merendino), Paiva (89. Brahimi), Senicanin; Durovic.

Team Aargau: Hunn; D’Agliano (87. Browne), Corradi, Bekaj, Maksimovic; Teke (77. Wiget) ; Pasquarelli, Noah Lüscher, Restieri ; Hemmi (66. Sven Lüscher), Takac.

Bemerkungen: Dietikon ohne Vecchié (gesperrt) und Capone (abwesend). 36. Hunn hält Handspenalty von Paiva. – Verwarnungen: 17. Jelec, 23. Goljica, 74. Pasquarelli (alle wegen Foul).