Dietikon
Wieso keine Massentests und Masken? Gemeinderat will von der Schule Antworten zur pandemischen Lage

Wegen der deutlich angestiegenen Corona-Fallzahlen nach den Sommerferien will der Dietiker Gemeinderat Beat Hess (Grüne) wissen, wie sich die Situation an den Dietiker Schulen präsentiert und ob die Schule bereit ist, ihre Massnahmen anzupassen. Hess hat im Parlament einen entsprechenden Vorstoss eingereicht.

Florian Schmitz
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In vielen Schulen werden zurzeit wöchentliche Massenspucktests durchgeführt. Dietikon verzichtet bisher darauf.

In vielen Schulen werden zurzeit wöchentliche Massenspucktests durchgeführt. Dietikon verzichtet bisher darauf.

Themenbild: Reto Martin

Nach den Sommerferien sind sowohl die Zahl der an Covid-19 erkrankten Menschen als auch die Anzahl Hospitalisierungen wieder in die Höhe geschnellt. «Besonders Ferienrückkehrer aus dem Kosovo und aus Nordmazedonien gehören zu den Betroffenen», schreibt der Dietiker Gemeinderat Beat Hess (Grüne) in einer Kleinen Anfrage. Viele Personen aus diesen Regionen besuchen Schulen in Dietikon. Nicht zuletzt deshalb will Hess vom Stadtrat detaillierter Auskunft erhalten, wie sich die Coronasituation an den Dietiker Schulen präsentiert und welche Massnahmen umgesetzt werden, um die Fallzahlen möglichst tief zu halten.

Dass an den Dietiker Schulen keine regelmässigen Massentests durchgeführt werden, begründete Schulvorstand Reto Siegrist (Mitte) vor wenigen Wochen damit, dass gemäss Erfahrungen des kantonalen Volksschulamts 20 bis 30 Prozent der Eltern ihren Kindern die Teilnahme daran verböten. Zu dem Zeitpunkt waren in Dietikon 5 von 165 Schulklassen in Quarantäne. Hess will nun von der Stadt eine genaue Aufschlüsselung der positiv Getesteten, Erkrankten und Klassen in Quarantäne. Auch die Einschätzung von Schulleitungen und Lehrpersonen zur herrschenden Situation interessiert ihn.

Verbreiten Schulen das Virus in der Gesellschaft?

Darüber hinaus fragt Hess den Stadtrat, wieso an Dietiker Schulen auf eine Maskenpflicht verzichtet wird und keine regelmässigen Massentests durchgeführt werden. Zudem fragt Hess, ob eine Änderung der geltenden Massnahmen in Betracht gezogen werde.

Nicht zuletzt wird der Stadtrat in der Kleinen Anfrage gebeten, die Gefahr einzuschätzen, inwiefern Infektionen von Schülerinnen und Schülern zu einer stärkeren Verbreitung des Virus in der Bevölkerung führen könnten. Auch bezüglich Impfbemühungen der Stadt ist Hess besorgt. Er fragt, ob die Schule auch nicht deutschsprachige Eltern über die Vorzüge des Impfens sensibilisiere und informiere.

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