Dietikon
«Weltmusik mit ein wenig Jazz»: Druckluft nahm das Publikum im Gleis 21 auf eine Reise mit

Die Band rund um den ehemaligen Dietiker Gemeinderat Samuel Spahn (Grüne) überzeugte die Zuhörer am Donnerstagabend. «Das war ein super Konzert», sagte eine Besucherin.

Fabio Müller
Drucken
Teilen
Heini Fümm, Yvonne Scharl, Samuel Spahn, Marcio de Sousa, Roland Eberle und Franz Wetzel spielten am Donnerstag im Gleis 21. «So viele Leute hatten wir schon lange nicht mehr», sagte Geschäftsleiter Michael Minder.

Heini Fümm, Yvonne Scharl, Samuel Spahn, Marcio de Sousa, Roland Eberle und Franz Wetzel spielten am Donnerstag im Gleis 21. «So viele Leute hatten wir schon lange nicht mehr», sagte Geschäftsleiter Michael Minder.

Fabio Müller

«So viele Leute hatten wir schon lange nicht mehr», sagte der Gleis-21-Geschäftsleiter Michael Minder. Am Donnerstagabend stand im Dietiker Gleis 21 die Bläser-Kapelle Druckluft auf der Bühne. Die Band um den ehemaligen Dietiker Grünen-Gemeinderat Samuel Spahn am Sopransax nahm die rund 60 Gäste auf eine Reise durch die verschiedene Stile der Blasmusik mit.

Gegründet wurde die Band von Spahn, Yvonne Scharl (Trompete), Franz Wetzel (Euphonium), Heini Fümm (Posaune) und Roland Eberle (Tuba) im Jahr 2015. Später stiess dann noch Schlagzeuger Hanspeter Caprez dazu. Letzterer fehlte im Gleis 21 allerdings und wurde durch Marcio de Sousa ersetzt. Der Stil der Band ist schwierig zu beschreiben. Das sieht auch Spahn so: «Wir machen das, was uns gefällt. Da wir ursprünglich alle verschiedene musikalische Hintergründe haben, ist viel Verschiedenes dabei. Am ehesten würde ich es aber als ‹Weltmusik mit ein wenig Jazz› beschreiben.» Damit hat Spahn wohl recht. Denn Druckluft führte das Publikum auf eine musikalische Weltreise. Vom Schweizer Polka bis hin zur brasilianischen Volksmusik, es war aus jeder Ecke der Welt und jedem Musikstil etwas dabei. Auch ein Ausflug in die ­Poesie machte die Band. Sie trug das Gedicht «Der giftige Baum» von William Blakes vor und begleitete es musikalisch.

«Die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt»

Für Spahn war es erst der zweite Auftritt im Gleis 21. In Dietikon trat er sonst nur im Kulturstall auf dem Fondlihof auf, der ihm gehörte und den er mittlerweile ­verkauft hat. Spahn bereut es nicht, dass der Kulturstall geschlossen ist: «Den Kulturstall benötigen wir nicht mehr. Mit dem Gleis 21 haben wir jetzt in Dietikon einen Ort, wo man Kultur erleben kann. Die beiden Orte würden nur konkurrieren. Das will ich nicht.» Das Team des Gleis 21 sei zudem mit Leidenschaft dabei. «Es ist hier möglich, Konzerte für mehr Leute zu machen. Im Kulturstall war das Ambiente zwar intimer, dafür hatte man im Winter auch kälter.»

Druckluft kam bei den Gästen gut an. Claudia Maierhofer war extra aus Kaiserstuhl angereist: «Das war ein super Konzert. Es ist nicht das erste Mal, dass ich sie sehe, aber die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt.»

Aktuelle Nachrichten