Eine Umfrage unter den Schulen zeigt, dass sich auch im Bezirk Dietikon die Skilager noch immer grosser Beliebtheit erfreuen. Andererseits gibt es aber auch Gemeinden, die Schwierigkeiten haben, genügend Teilnehmer zu finden. In Dietikon hat man deshalb vergangene Woche einen Aufruf gestartet und darauf hingewiesen, dass es noch freie Plätze gibt.

Bereits letztes Jahr standen die Dietiker Skilager auf der Kippe – konnten aber doch durchgeführt werden. Ein Grund für die anfangs spärlichen Anmeldungen war die Kostenerhöhung von 340 Franken auf 450 Franken. Diese wurde nötig, weil die Stadt Dietikon Steuerfussausgleich angemeldet hatte und die Lager auf Geheiss des Kantons kostendeckend durchgeführt werden mussten.

Anmeldefrist läuft noch

Dass die Kosten der Grund für die zögerlichen Anmeldungen in diesem Jahr sind, glaubt Gerold Schoch, Leiter der Schulabteilung, nicht. «450 Franken sind für eine Woche Skiferien immer noch sehr günstig», sagt er. Möglicherweise spiele das Wetter eine Rolle. «Nirgends liegt Schnee. Es ist noch niemand in Winterstimmung», so Schoch. Vielleicht ändere sich das, wenn es bald schneie. Er würde es jedenfalls bedauern, wenn die Lager abgesagt werden müssten. «Nur schon wegen des jungen und motivierten Leiterteams wäre es bedauerlich», sagt Schoch. Noch sei aber nicht aller Tage Abend. Die Anmeldefrist laufe noch bis Mitte nächster Woche. Dann werde man weiterschauen. Eine Option sei beispielsweise, nur ein Lager durchzuführen. «Einen Entscheid werden wir erst Mitte Dezember fällen», hält er fest.

Nicht ganz so prekär wie in Dietikon präsentiert sich die Situation in Oberengstringen. Auch dort werden zwei Lager angeboten. Für beide hat es noch Platz. Derzeit sind es rund 40 Anmeldungen fürs Mittelstufenlager, teilnehmen könnten gegen 60 Kinder, wie die Schulverwaltung auf Anfrage erklärte. Für das Lager der Oberstufe seien 20 Anmeldungen eingegangen. Das entspreche rund der Hälfte der möglichen Teilnehmerzahl. Generell sei es immer schwieriger für die Oberstufenlager Kinder zu gewinnen, stellt man in Oberengstringen fest. Die Lagerteilnahme in beiden Lagern kostet 400 Franken pro Kind. Wenn zwei oder mehr Kinder aus derselben Familie teilnehmen, erhalten sie einen Rabatt von 50 Franken pro Kind. Sozial schwächere Familien profitieren von einem Spezialpreis.

Sinkende Teilnehmerzahlen

Auch bei der Primarschule Oetwil- Geroldswil stellt man sinkende Teilnehmerzahlen fest. Im Ferienheim in Brigels hätte es für rund 60 Kinder Platz, sagt die Primarlehrerin Rahel Franchina, die das Lager organisiert. Insgesamt seien 41 Anmeldungen eingegangen. Der Elternbeitrag belaufe sich auf 300 Franken.

Ganz andere «Sorgen» hatte man dagegen bei der Primarschule Birmensdorf. Innerhalb von 10 Minuten seien am Anmeldetag 53 Anmeldungen abgegeben worden, heisst es auf Anfrage beim Schulsekretariat. Die Platzzahl sei ursprünglich auf 43 Teilnehmer beschränkt gewesen. Nach einem Telefon ins Lagerhaus sei entschieden: Alle können mit. Das Haus mit 63 Plätzen sei nun aber bis unters Dach voll, da das Leiterteam aus 10 Personen bestehe. Der Elternbeitrag belaufe sich 400 Franken.

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