Sendungen wie Deutschland sucht den Superstar, Music Star und The Voice zeigen, dass sich Gesangswettbewerbe aller Art bis heute grosser Beliebtheit erfreuen. Nun kommen auch die Limmattaler auf ihre Kosten. Diesen Samstag geht das Casting um den Titel Limmattaler Singtalent 2019 in die erste Runde. Sechzehn Sängerinnen und Sänger haben sich in den letzten Monaten angemeldet, um im Probelokal der Stadtmusik Dietikon gegeneinander anzutreten. «Es sind ein paar junge, aber auch einige ältere Sänger dabei», sagt Adrian Tonolla, Vorstandsmitglied der Stadtmusik.

Ein Kriterium für die Anmeldung war, dass die Kandidaten aus dem Limmattal stammen. «Es haben sich Leute von der Stadt Zürich bis Baden bei uns gemeldet», so Tonolla. Es gäbe auch einige darunter, die eine fundierte Musikausbildung genossen haben oder bereits in Chören, Musicals oder an Hochzeiten aufgetreten sind. Der Verein Stadtmusik Dietikon, der das Projekt dieses Jahr zum ersten Mal in Angriff nimmt, hat aber bewusst keine Berufsmusiker für das Casting aufgenommen.

Mit der Teilnehmerzahl seien die Organisatoren ganz zufrieden. «Wir haben mit mindestens zehn Anmeldungen gerechnet», sagt Tonolla. «Wir wollen ja eine gute Auswahl für das Finale treffen können.» Dass sich nicht hundert Interessenten melden würden, war dem Verein aber schon im Voraus klar. Die fünf Finalisten treten zur Wahl des Singtalentes am 25. Mai nämlich mit dem Orchester der Stadtmusik auf. «Gesang mit Blasorchester, das ist eine kleine Nische», so Tonolla.

Ein Drittel kommt weiter

Die Idee des neuen Projektes hat der Dirigent der Stadtmusik Marco Nussbaumer an einer Sitzung eingebracht. «Wir wollten etwas verändern», sagt Tonolla. «Wir hatten schon Verschiedenes ausprobiert und waren bereits mit musikalischen Stargästen, Solisten und Komikern auf der Bühne. Nun wollten wir aber etwas ganz anderes machen.»

In der Jury der ersten Casting-Runde sitzt neben Tonolla und Nussbaumer auch eine erfahrene Sängerin aus den eigenen Reihen. Zu dritt können sie nach den Auftritten einem Drittel der Kandidaten eine frohe Nachricht überbringen. Fünf der sechzehn Teilnehmer werden sich für das Finale qualifizieren. Dabei schaut die Jury aber nicht nur auf reine Qualität. «Der Stil der Sänger muss natürlich mit der Blasmusik vereinbar sein», sagt Tonolla.

Das Orchester sei aber relativ flexibel. Der Dirigent Nussbaumer arrangiere alle fünf Stücke für den Finalauftritt und schneide sie auf die Sänger und das Orchester zu. «Eine reine Hip-Hop-Nummer wird aber eher nicht möglich sein», sagt Tonolla. Ausserdem wollen die Organisatoren ein möglichst breites Spektrum abdecken und wenn möglich Finalisten aus allen Alters- und Stilklassen auswählen.

Das letzte Wort hat das Publikum

Diesen Samstag kommen nur die Ohren der dreiköpfigen Jury in den Genuss der musikalischen Darbietungen. Das Finale im Frühling findet jedoch in der Stadthalle Dietikon vor Publikum statt. Die Zuhörer bleiben dabei nicht passiv, wie Tonolla verrät: «Die finale Wahl des Singtalentes hängt allein vom Publikums-Voting ab.» Wie dies genau funktionieren wird, muss noch ausgefeilt werden. Die zum Limmattaler Singtalent 2019 gekürte Person erhält als Preis eine professionelle CD-Aufnahme des Siegessongs begleitet vom Blasmusikorchester. Im Limmattal heisst es für die nächsten Monate also: Dietikon sucht das Singtalent.