Neujahrskonzert

Dietikon startet virtuos ins neue Jahr

Drei überzeugende Solisten, ein intensiver Dirigent sowie ein beschwingt-klassisches Konzertprogramm: So eröffnete das Collegium Musicum Urdorf vor achthundert andächtigen Zuhörern das Jahr 2015 in Dietikon.

Mit dem phänomenalen Tripelkonzert in C-Dur für Klavier, Violine und Violoncello von Ludwig van Beethoven legte das Collegium Musicum Urdorf (CMU) die Messlatte für das diesjährige Neujahrskonzert in der Dietiker Stadthalle gleich zu Beginn hoch. «Es handelt sich um ein ungewöhnliches Konzert für drei Solisten. In dieser Besetzung ist es in Beethovens Epoche einzigartig», sagte Dirigent Pascal Druey zum Beginn.

Mit Marina Yakovleva (Violine), Eldar Saparayev (Violoncello) und Tamara Kordzadze (Klavier) vom «Trio Lyra» waren nicht nur drei hochklassige Solisten auf der Bühne, die dem anspruchsvollen halbstündigen Tripelkonzert mehr als gerecht wurden. Ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten sorgten für ein spannendes Zusammenspiel. Mit beeindruckender Präsenz und Intensität brachte Saparayev sein Violoncello zum Klingen. Punktgenau und mit viel Gefühl traf Geigerin Yakovleva die schlanken, von sorgsamem Vibrato gestützten Töne. Und mit lockerer Hand spielte sich Pianistin Kordzadze kraftvoll und dynamisch in die Gehörgänge der Zuhörer.

Doch die musikalische Qualität hörte keineswegs bei den Solisten auf. Auch ihr federleichtes Zusammenspiel mit dem aus Profis und Laien bestehenden Orchester wusste zu gefallen. Im Finalsatz setzten die drei Vollblutmusiker mit starken Soli einen gebührenden Schlusspunkt. Der tosende und lang anhaltende Beifall für Dirigent, Solisten und Orchester unterstrich die musikalische Leistung des CMU.

Doch nicht nur Musik stand am Freitagmorgen in der Stadthalle auf dem Programm. In seiner Neujahrsansprache wünschte Stadtpräsident Otto Müller (FDP) allen Anwesenden und ihren Angehörigen vorneweg «im Namen des Stadtrates eine grosse Wagenladung voll Glück, Gesundheit, Lebensfreude und Zufriedenheit.» Nach einem Rückblick auf das Dietiker Jahr 2014 hielt Müller fest: «Man kann die Welt nicht ändern, aber jeden Tag ein bisschen besser machen.» Dies könne eine kleine Hilfestellung, ein Dankeschön, ein Kompliment oder aber ein Zeichen von Zuneigung und Anerkennung sein.

«Starten Sie ins Jahr mit viel Optimismus, Zuversicht und glauben Sie an die Kraft, vieles im Leben möglich zu machen», beendete der Stadtpräsident seine Ansprache auf einer optimistischen Note.

Die Eingespieltheit des Urdorfer Musikkollegiums könnte auch damit zu tun haben, dass die Musiker am Vorabend Gastspiels in Dietikon bereits in der reformierten Kirche in Urdorf aufgetreten waren, wo Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner den Besuchern ihre Gedanken zum neuen Jahr mit auf den Weg gab (siehe Box).

Mit dem schwungvollen Napoleon-Marsch von Johann Strauss (Sohn) endete das virtuose Neujahrskonzert in der Dietiker Stadthalle. Den anschliessenden Apéro servierten Mitglieder des Gemeinderats.

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