Limmattal
Dietikon, Schlieren und Urdorf: Ihre Lehrbetriebe haben am meisten Zuwachs

Dieser Tage beginnt für Tausende von Lehrlingen mit dem Einstieg ins Berufsleben der Ernst des Lebens. Knapp 100 Jugendliche machen die Lehre bei der öffentlichen Hand, rund ein Drittel mehr als 2004.

Alex Rudolf
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Schlieren bildet 23 Lernende aus, vor zehn Jahren waren es erst 15.

Schlieren bildet 23 Lernende aus, vor zehn Jahren waren es erst 15.

fni

Die Gemeinden des Bezirks Dietikon sind beliebte Ausbildungsbetriebe, vor allem für angehende kaufmännische Angestellte und Werkhofmitarbeiter. 24 Lernende begannen ihre Ausbildung bei einer Gemeinde oder einer Stadt des Bezirks Dietikon. Gesamthaft absolvieren derzeit 99 Jugendliche eine Berufslehre bei der öffentlichen Hand. Dies ist ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren, damals waren es 64.

Einige bilden weniger aus

Nicht nur die meisten, sondern auch die vielfältigsten Lehrstellen bietet die Stadt Dietikon. Im Jahr 2014 beschäftigt die Bezirkshauptstadt 37 Lernende. Neben den kaufmännischen Berufen werden aber etwa auch eine Dentalassistentin in der Schulzahnklinik und eine Fachfrau Hauswirtschaft im Alters- und Gesundheitszentrum ausgebildet. Seit 2004 hat sich die Anzahl Lernende fast verdoppelt — damals waren noch 20 Jugendliche in Ausbildung. Schlieren — die zweitgrösste Gemeinde im Bezirk — bietet mit 23 auch am zweitmeisten Ausbildungsplätze an. Vor zehn Jahren waren es laut Geschäftsbericht mit 15 noch acht weniger als heute. Die Gemeinde Urdorf ist mit 15 Ausbildungsplätzen der drittgrösste Lehrlingsausbilder unter den Gemeinden im Bezirk. Vor zehn Jahren waren es erst sieben. Auch in Birmensdorf nahm vor kurzem eine Lernende ihre KV-Tätigkeit auf. Die Gemeinde beschäftigt gesamthaft vier Lehrlinge, drei im KV und einen im Werkhof. Vor zehn Jahren war es noch einer weniger.

Im Gegensatz dazu haben einige Gemeinden ihren Lehrlingsbestand gedrosselt. So beschäftigte Bergdietikon im Jahr 2004 noch vier KV-Lehrlinge. Umstrukturierungen seien der Grund für die Reduktion, wie Gemeindeschreiber Patrick Geissmann auf Anfrage sagt. Auch Unterengstringen bildet weniger Jugendliche aus. Mit der KV-Lehrtochter, die diese Woche ihre Stelle antrat, und dem Lernenden im Werkhof kommt die Gemeinde auf zwei. «Vor zehn Jahren hatten wir noch vier KV-Lehrlinge. Dies wurde aufgrund von Reorganisation im Betrieb sowie Platzproblemen jedoch geändert», wie Charlotte Käslin von der Gemeinde sagt. Auch Geroldswil bildete vor zehn Jahren noch einen Lehrling mehr aus als heute. Dieser Tage begannen je ein KV-Lehrling und einer beim Werkhof ihre Ausbildungen.

Bei den Gemeinden rechts der Limmat bleibt die Anzahl Lernender ansonsten konstant. Die Gemeinde Oberengstringen ist hier der Spitzenreiter. Vier Lernende absolvieren zurzeit die kaufmännische Ausbildung, zwei die Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt auf dem Werkhof. «Diese Anzahl variiert jedoch. In gewissen Jahren bilden wir nur einen Lehrling im Werkhof aus», sagt Daniela Baccaro, Lehrlingsbetreuerin auf der Gemeinde. «Grundsätzlich haben wir für jedes Lehrjahr einen Lernenden. In Ausnahmefällen, wenn es beispielsweise viele starke Bewerber hat, können es auch mehr sein», so Baccaro.

Ein Neuzugang in Oetwil

In Weiningen hat diese Woche eine KV-Lernende ihre Arbeit aufgenommen. «Wir haben jeweils zwei Lehrlinge auf der Verwaltung und einen im Werkhof», wie Noeline Schulz von der Gemeinde sagt. Der Unterschied zu vor zehn Jahren: «Damals gab es die Lehrstelle im Werkhof noch nicht.»

Auch die Gemeindeschreiber von Oetwil, Aesch und Uitikon verweisen auf eine gleichbleibende Anzahl Lehrlinge. Eine Lernende im KV und einer auf dem Werkhof begannen diese Woche ihre Ausbildung in Oetwil, mit dem bisherigen Lernenden kommt die Gemeinde, wie vor zehn Jahren, auf drei Lehrlinge. Aesch und Uitikon beschäftigen einen Verwaltungslehrling, heute wie auch im Jahr 2004.