Dietikon
Schaugärten werden zum Park mit Pumptrack: So will die Stadt Jung und Alt auf der Allmend zusammenbringen

Die Allmend hinter der Dietiker Stadthalle soll nach der bestehenden Gartenausstellung ein Begegnungsort bleiben. Nun hat der Stadtrat beim Gemeinderat 350'000 Franken beantragt, um die Schaugärten im Frühjahr 2022 in einen Generationenpark mit Pumptrack umzuwandeln.

Florian Schmitz
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Noch bis Ende August können Dietikerinnen und Dietiker der Stadt ihre Wünsche für den künftigen Generationenpark mitteilen.

Noch bis Ende August können Dietikerinnen und Dietiker der Stadt ihre Wünsche für den künftigen Generationenpark mitteilen.

Bild: David Egger

Noch bis Ende Oktober belebt die im Frühling 2019 gestartete (G)artenvielfalt mit ihren Schaugärten einen Teil der grossen Wiese hinter der Stadthalle in Dietikon. Die Allmend ist inzwischen zu einem beliebten Treffpunkt geworden für Jung und Alt. Eine Rückkehr zur leeren Wiese ist für die Stadt deshalb undenkbar: «Das Thema des generationenübergreifenden Begegnens, Spielens und Erholens soll auch nach der Ausstellung das Areal prägen», schreibt die Stadt in ihrem kürzlich veröffentlichten Kreditantrag, der nach den Sommerferien noch vom Gemeinderat behandelt werden muss.

Für 360'000 Franken soll im Frühling 2022 am westlichen Ende der Allmend bei der Stadthalle, wo heute die Schaugärten zum Entdecken einladen, ein neuer Generationenpark mit Pumptrack entstehen. Denn auch Sport und Bewegung sollen künftig vor Ort eine wichtige Rolle spielen. Als Kern der Anlage ist ein chaussierter, offener Platz mit Tischen und Bänken geplant. Auch ein Trinkbrunnen und diverse Abfallkübel, um die Sauberkeit zu fördern, sind vorgesehen.

Abgegrenzte Schaugärten sollen zum Park zusammenwachsen

Um den zentralen Platz sollen vier eher ruhige Parknischen Möglichkeiten zum Rückzug bieten. Bei der Umnutzung will die Stadt möglichst viele der bestehenden Gestaltungselemente und Bepflanzungen übernehmen. Das ganze Areal soll überschaubarer und offener gestaltet werden, damit die derzeit klar abgegrenzten Schaugärten zu einer Gesamtanlage zusammenwachsen. Deshalb wird zudem der Zaun um den Ausstellungsraum verschwinden.

Der Zaun um die Ausstellung wird verschwinden. Von den bestehenden Schaugärten sollen aber viele Gestaltungselemente und Pflanzen übernommen werden.

Der Zaun um die Ausstellung wird verschwinden. Von den bestehenden Schaugärten sollen aber viele Gestaltungselemente und Pflanzen übernommen werden.

Bild: David Egger

Der offene Pavillon soll erhalten bleiben, um weiterhin vor Sonne und Regen zu schützen. Genauso wie die verschiedenen Bäume und Sträucher, die Pergola, der bewachsene Torbogen, die gekrümmte Sitzbank und verschiedene Natursteinmauern. Andere Elemente müssen weichen, weil ihr Unterhalt laut Stadtrat zu aufwendig wäre. Und die Bepflanzung soll insgesamt vereinfacht werden, um den Pflegeaufwand zu reduzieren.

Ideen für die Parknischen gesucht

Für die Rückbau- und Umgestaltungsarbeiten rechnet die Stadt gemäss der Offerte der Dietiker A. Ungricht Söhne Gartenbau AG, die bereits massgeblich bei der Erstellung der (G)artenvielfalt involviert war, mit Ausgaben von knapp 45'000 Franken. Die Kosten für alle neuen Parkelemente werden noch detailliert ermittelt, im Gesamtkredit sind 128'000 Franken dafür vorgesehen.

In diesem Beitrag enthalten ist auch eine noch bis Ende August laufende Umfrage, mit der das Studio Dietikon von der Bevölkerung wissen will, wie sie den künftigen Generationenpark am liebsten nutzen will. Basierend darauf und auf dem konkreten Austausch vor Ort will das Studio Dietikon Empfehlung für die Weiterentwicklung und Ausstattung formulieren. Dabei geht es auch besonders um die Nutzung der vorgesehenen Parknischen. Passende Anregungen sollen im Rahmen der Umbauarbeiten im nächsten Frühling umgesetzt werden.

Vielfältige Routen sollen jahrelang unterhalten

Der Pumptrack kostet laut vorliegender Offerte knapp 187'000 Franken. Dabei rechnet die Stadt mit einem Förderbeitrag des kantonalen Sportamts für 63'000 Franken. Der Pumptrack entsteht auf gut 1000 Quadratmetern, davon müssen 700 asphaltiert werden. Weil die rund 134 Meter lange Hauptlinie der Strecke sich an vielen Orten berühren wird, ermögliche sie unzählige Routenvarianten und bleibe für die Kinder und Jugendlichen auch auf Jahre hinaus interessant, erklärt der Stadtrat im Antrag.

Eine angrenzende Bowl, wie man sie aus Skateparks kennt, richtet sich im Gegensatz zur tieferen Einstiegshürde auf der Fahrstrecke eher an fortgeschrittene Fahrerinnen und Fahrer, die besonders gerne Sprünge und Tricks ausführen. Und bietet laut Stadtrat einen weiteren Vorteil:

«Somit entflechten sich die Fahrniveaus an hoch frequentierten Tagen.»

Zwei grosszügige Plattformen sollen auch genügend Platz zum Ausruhen und Austauschen bieten.

Der Pumptrack soll leicht im Boden versenkt werden, damit er sich gut in die gesamte Anlage integriert und die einzelnen Elemente nicht zu weit herausragen. Mit Fokus auf eine nachhaltige und umweltschonende Nutzung will die Stadt beim Rückbau der (G)artenvielfalt prüfen, welche Materialien für den Pumptrack wiederverwendet werden können. Auch soll ein Teil der Bäume und Sträucher, die für den Bau entfernt werden müssen, später wieder eingepflanzt werden. Für eine allwettertaugliche Zufahrt und den künftigen Unterhalt ist ausserdem vorgesehen, den Zugang zum Generationenpark vom Stadthallenweg her zu asphaltieren.